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04.03.2021 | 19:30 Uhr
Online-Andacht: Hoffnungszeiten

Am Donnerstag, dem 04.03., findet um 19.30 Uhr eine Andacht statt, zu der sich alle Interessierten über den Videokonferenzanbieter „Zoom“...
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20.03.2021 | 10:00 Uhr
Kirchenputz

Wir wollen wieder Gottesdienst feiern. Und die Kirche soll glänzen dafür. Wir können uns dabei anlächeln, Freundlichkeiten zurufen und durch...
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Wort zum Tag
Wir dürfen uns nicht zum Gottesdienst treffen, deshalb kommt die Kirche zu Ihnen ins Haus! Jeden Morgen gibt es ein neues Wort zum Tag,...
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Gottesdienste entfallen
Aufgrund der Rundverfügung des Landeskirchenamtes Nr. 1-2021 vom 12. Januar 2021 hat der Gemeindekirchenrat der Paulusgemeinde die Aussetzung der Gottesdienste bis voraussichtlich zum 15. März...
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Der aktuelle Gemeindebrief
März 2021
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    Schlagworte:

    Hausandacht am Sonntag Reminiscere 28. Februar 2021

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.

     

    Eröffnung

    Im Namen Gottes, des Schöpfers der Welt.
    Im Namen Jesu Christi, unseres Herrn und Bruders.
    Im Namen des Heiligen Geistes, Gottes Kraft in uns.
    Amen.

     

    Psalmgebet

    Zu dir, Herr, trage ich, was mir auf der Seele brennt.
    Mein Gott, auf dich vertraue ich.
    Lass mich keine Enttäuschung erleben!
    Sonst triumphieren meine Feinde über mich.
    Es wird ja keiner enttäuscht, der auf dich hofft.
    Enttäuscht wird nur, wer dich treulos verlässt.
    Zeige mir die Wege, Herr, die du bestimmst!
    Und lehre mich, deinen Pfaden zu folgen!
    Bringe mir bei, nach deiner Wahrheit zu leben!
    Denn du bist es, Gott, der mir hilft.
    Und so will ich auf dich hoffen den ganzen Tag.
    Denke an deine Barmherzigkeit und Güte, Herr!
    Denn schon seit Urzeiten handelst du danach.
    Aber an meine Vergehen sollst du nicht denken –
    Auch nicht an die Sünden aus meinen Jugendtagen!
    Denke so an mich, wie es deiner Güte entspricht!
    Du meinst es doch gut mit mir, Herr.
    Amen.

     

    (Psam 25, 1-7, Übersetzung der Basisbibel)


    trauben.jpgBiblische Lesung

    Wohlan, ich will
    von meinem lieben Freund singen,
    ein Lied von meinem Freund
    und seinem Weinberg:
    Mein Freund hatte einen Weinberg
    auf einer fetten Höhe.
    Und er grub ihn um
    und entsteinte ihn
    und pflanzte darin edle Reben.
    Er baute auch einen Turm darin
    und grub eine Kelter
    und wartete darauf,
    dass er gute Trauben brächte;
    aber er brachte schlechte.

    Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem und ihr Männer Judas,
    zwischen mir und meinem Weinberg!
    Was sollte man noch mehr tun an meinem Weinberg,
    das ich nicht getan habe an ihm?
    Warum hat er denn schlechte Trauben gebracht,
    während ich darauf wartete, dass er gute brächte?
    Wohlan, ich will euch zeigen, was ich mit meinem Weinberg tun will!
    Sein Zaun soll weggenommen werden, dass er kahl gefressen werde,
    und seine Mauer soll eingerissen werden, dass er zertreten werde.
    Ich will ihn wüst liegen lassen,
    dass er nicht beschnitten noch gehackt werde,
    sondern Disteln und Dornen darauf wachsen,
    und will den Wolken gebieten, dass sie nicht darauf regnen.

    Des Herrn Zebaoths Weinberg aber ist das Haus Israel,
    Und die Männer Judas sind seine Pflanzung, an der sein Herz hing.
    Er wartete auf Rechtsspruch, siehe, da war Rechtsbruch,
    auf Gerechtigkeit, siehe, da war Geschrei über Schlechtigkeit.

     

    (Jesaja 5, 1-7)


    Auslegung

    Es fängt so schön an. Wie ein Straßenmusikant, wie ein Bänkelsänger beginnt der Prophet Jesaja: „Von meinem Freund will ich euch ein Lied singen, von meinem Freud und seinem Weinberg!“ Und die Zuhörerinnen und Zuhörer haben Bilder von saftigen Weintrauben vor Augen oder von einem großen Weingelage. Doch dann die Enttäuschung: Der Weinberg bringt, trotz aller Zuwendung, keine Frucht.
    Und plötzlich wird aus dem harmlosen Lied eine Gerichtsverhandlung, der Weinbergbesitzer klagt an, und die Zuhörer finden sich in der Rolle der Richter wieder: Ist es nicht angemessen und gerecht, wenn der Weinberg, der trotz aller Mühe ohne Ertrag bleibt, wieder gerodet wird? Unter landwirtschaftlichen Gesichtspunkten allemal. Man spürt aber auch die Kränkung des Weingärtners, die über alles Sachliche hinausgeht. Wie ein enttäuschter zurückgewiesener Liebhaber wirkt er.
    Und plötzlich ist der Weingärtner Gott und die Zuhörenden – eben noch Theaterpublikum, dann Richter – sind die erschrockenen Angeklagten. Gott hat sie gehegt und gepflegt, mit allem Lebensnotwendigen versorgt, ihnen die Treue gehalten, ihnen sein gutes, heilsames Gesetz gegeben. Doch all das fruchtet nichts: Das Recht wird gebrochen, Gerechtigkeit mit Füßen getreten. Der „Weinberg“, das Volk – eine moralische Wüste und, nach der Eroberung durch feindliche Mächte, auch eine ganz reale.

    Es fängt so schön an, immer wieder. Gott schenkt uns das Leben, gibt uns ein fühlendes Herz und offene Sinne, stellt uns Menschen zu Seite, die für uns da sind, und zu essen und zu trinken haben wir auch. Und sein Gebot haben wir, zusammengefasst im dritten Mosebuch und von Jesus in den Evangelien bekräftigt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Das ist die Formel für’s Glück. So kann der Wein gedeihen. So kommen wir zurecht auf dieser Erde.
    Doch stattdessen: Die Angst zu kurz zu kommen. Die Sucht nach immer mehr. Äußerer Besitz statt innerer Fülle. Konkurrenz statt Kooperation. Haben anstelle von Sein. Und Seelen verwüsten. Tiere und Pflanzen sterben aus. Meere vermüllen. Wälder verdorren. Und das Weltklima ist kurz davor, für immer zu kippen. – Ich glaube nicht, dass Gott uns bestraft. Was geschieht, ist einfach die Folge unserer Art zu leben. Aber dass wir Gott verloren haben und uns selbst gleich mit, dass uns der innere Kompass abhanden gekommen ist, da kann ich Jesaja kaum widersprechen.
    Und nun? Sein Lied, das so schön beginnt, sei ein Weckruf! Achten wir, als erstes, auf das, was Gott uns schenkt: Spüren wir, genießen wir, nehmen wir wahr mit allen Sinnen. Jedes Lächeln gehört dazu, jeder Windhauch, jede Berührung, jedes gute Wort. Nähren wir uns davon, damit wir glücklich sind und Gutes in uns reift! Und dann: Achten wir auf das, was wir tun: Mir nicht mehr nehmen als ich brauche, sonst nehme ich es doch jemandem weg. Mich nicht stark fühlen, indem ich andere kleinmache. Auf Gerechtigkeit achten, auch zu meinen Ungunsten. Für das Ganze sorgen, zu dem ich doch auch gehöre. Den Weingarten erhalten. Und andere begeistern für diesen Weg. Es fing doch so schön an. Und es soll weitergehen – anders, besser als bei Jesaja. Gott helfe uns dabei! Amen.

     

    Gebet & Vaterunser
    Gott, unser Gärtner, mache uns offen für das Gute, das Du uns tust. Hilf uns, zu gedeihen, innerlich zu wachsen, Frucht zu bringen. Hilf uns, über unsere engen Grenzen hinauszudenken und den Garten, in dem wir leben, zu bewahren. Amen.

     

    Lied „Gott ist gegenwärtig“ (GL 387, EG 165, 1+6)
    1. Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten / und in Ehrfurcht vor ihn treten. / Gott ist in der Mitte. / Alles in uns schweige / und sich innigst vor ihm beuge. / Wer ihn kennt, / wer ihn nennt, / schlag‘ die Augen nieder; / kommt, ergebt euch wieder.


    6. Du durchdringest alles; / lass dein schönstes Lichte, / Herr, berühren mein Gesichte. / Wie die zarten Blumen / willig sich entfalten / und der Sonne stille halten, / lass mich so / still und froh / deine Strahlen fassen / und dich wirken lassen.

     

    Segen
    Gott segne uns und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden. Amen.

     

    Tag-Werk
    Tun Sie etwas Heilsames für den Welt-Garten. Lassen Sie den Müll nicht im Wald liegen, den andere hingeworfen haben. Vielleicht haben Sie bei Ihrem Spaziergang eine Tüte dabei. Oder pflanzen Sie einen Baum, das ist immer gut! Mehr unter www.greenforestfund.de.

     

    Es grüßt Sie herzlich Ihr Pfarrer Christoph Eichert (Paulusgemeinde)

    „Was für ein Mensch?!“ Eine Hausandacht für Familien am 28. Februar 2021

    Hausandacht am 21.2.2021 1. Sonntag der Passionszeit – Invokavit

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.


    Eröffnung
    Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen


    Psalmgebet
    HERR, warum stehst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?
    2 Weil der Frevler Übermut treibt, müssen die Elenden leiden; sie werden gefangen in den Ränken, die er ersann. 3 Denn der Frevler rühmt sich seines Mutwillens, und der Habgierige sagt dem HERRN ab und lästert ihn. 4 Der Frevler meint in seinem Stolz, Gott frage nicht danach. »Es ist kein Gott«, sind alle seine Gedanken.
    12 Steh auf, HERR! Gott, erhebe deine Hand! Vergiss die Elenden nicht! 13 Warum lästert der Frevler und spricht in seinem Herzen: »Du fragst doch nicht danach«? 14 Du siehst es ja, / denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. Die Armen befehlen es dir; du bist der Waisen Helfer. 17 Das Verlangen der Elenden hörst du, HERR; du machst ihr Herz gewiss, dein Ohr merkt darauf, 18 dass du Recht schaffest den Waisen und Armen, dass der Mensch nicht mehr trotze auf Erden. (aus Psalm 10)


    Biblische Lesung:
    Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde.
    Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte er. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass diese Steine Brot werden. Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht .“ (Matthäus 4,1ff.)

     

    christus_wueste.jpg

    Iwan Kramskoj “Christus in der Wüste“ (1872)


    Impuls:
    Wovon lebt der Mensch? Von materiellen Dingen wie Brot, Wasser, Gesundheit, Geld, einem Zuhause? Von geistiger Nahrung, wie Büchern, Hobbys, Bildung, sinngebenden Beschäftigungen? Von geistlicher, seelischer Nahrung, wie menschlichem Kontakt, Liebe, Wertschätzung, Zuspruch, Motivation, sozialen Beziehungen? Was hilft ihm, Dürrezeiten und Wüstenerfahrungen durchzustehen? Ich kann fragen: Was macht mich innerlich stark? Sind es gute Erfahrungen, Vertrauen, Selbstvertrauen, Gelassenheit, ein gutes Wort, Trost und Hoffnung? Wo erhalte ich all dies und wo gebe ich etwas davon weiter?
    Wann bin ich bereit, auf grundlegende Bedürfnisse freiwillig zu verzichten und mich einzuschränken? Wie lange halte ich das durch? Wann sind die Nebenwirkungen und Langzeitschäden von „sozialem Fasten“ gravierender als der Nutzen der Beschränkungen? Wie lange bin ich bereit, auf Brot in Form von Gottesdiensten, Konzert- und Theaterbesuchen, Essengehen, Verreisen, Tanzen, Feiern oder Singen zu verzichten?
    Welchen Versuchungen halte ich stand, welchen nicht? „Der Christus in der Wüste“ von Iwan Kramskoj ringt mit sich. Er macht es sich nicht leicht, aber er betet auch und wägt ab und widersteht damit den Versuchungen. Ich möchte versuchen, es ihm gleich zu tun. Amen

     

    Gebet:
    Herr, führe mich nicht in Versuchung, wenn mein Leben dadurch aus der Spur gerät, führe mich aber in Versuchung, wenn mein Leben nur einspurig verläuft.
    Hilf mir zu entscheiden, wo es sinnvoll ist, zu verzichten und wo nicht und schenke du mir dein Wort, wenn ich stumm und ratlos werde. Stärke du die Kranken, Einsamen und Trauernden und sei du bei den Menschen, die nach dem Leben hungern.
    Vaterunser


    Lied: EG 98 Korn , das in die Erde
    1. Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt, Keim der aus dem Acker in den Morgen dringt. Liebe lebt auf, die längst erstorben schien. Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.


    3. Im Gestein verloren Gottes Samenkorn, unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn. Hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien. Liebe wächst wie Weizen und ihr Halm ist grün.


    Segen:
    Es wachse in dir der Mut, dich einzulassen auf dieses Leben mit all seinen Widersprüchen, mit all seiner Unvollkommenheit, dass du beides vermagst: kämpfen und geschehen lassen, ausharren und aufbrechen, nehmen und entbehren.
    Es wachse in dir der Mut, dich liebevoll wahrzunehmen, dich einzulassen auf andere Menschen und ihnen teilzugeben an dem, was du bist und hast.
    Sei gesegnet, du, und mit dir die Menschen, die zu dir gehören, dass ihr inmitten dieser unbegreiflichen Welt den Reichtum des Lebens erfahrt.
    (Antje Sabine Naegeli)

     

    Bleiben Sie behütet! Es grüßt Sie Ihr Pfarrer Friedhelm Kasparick

    Hausandacht zum Valentinstag (Sonntag Estomihi) am 14. Februar 2021

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.

     

    Eröffnung

    Im Namen Gottes, der die Liebe selbst ist. Im Namen Jesu Christi, der uns Gottes Liebe nahebringt. Im Namen des Heiligen Geistes, der uns hilft, liebevoll miteinander umzugehen. Amen.

     

    kathedrale.jpg Psalmgebet (aus Psalm 36)

    Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,

    und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen.

    Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes

    und dein Recht wie die große Tiefe.

    Herr, du hilfst Menschen und Tieren.

    Wie köstlich ist deine Güte, Gott,

    dass Menschenkinder unter dem Schatten

    deiner Flügel Zuflucht haben!

    Sie werden satt von den reichen Gütern

    deines Hauses,

    und du tränkst sie mit Wonne

    wie mit einem Strom.

    Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,

    und in deinem Licht sehen wir das Licht.

    Amen.

     

    Biblisches und Außerbiblisches

     

    Du bist wunderbar schön, meine Freundin, und kein Makel ist an dir. Du hast mir das Herz genommen mit einem einzigen Blick deiner Augen. Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester, liebe Braut! (aus Hoheslied 4)

     

    Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. (1. Korintherbrief 13, 13)

     

    Liebe: auch so ein Problem, das Marx nicht gelöst hat. (Joephine Baker)


    Auslegung

     

    valentin.jpg „All you need is love“ singen die Beatles, und sie haben wohl recht. Deshalb erfreut sich der Valentinstag so großer Beliebtheit, auch unter evangelischen Christinnen und Christen und genauso, oder gar noch mehr, unter Menschen ohne Kirchen-zugehörigkeit.

     

    Aber wer war der heilige Valentin eigentlich? Man weiß wenig über ihn, und auch das Wenige sind womöglich mehr Legenden als Fakten. Folgendes ist immerhin überliefert: Valentin lebte in Rom, war ein einfacher menschenfreundlicher Priester. Heimlich hat er Liebende nach christlichem Ritus getraut. Das war gefährlich, denn das Christentum wurde im damaligen Römischen Reich verfolgt. Doch im Namen der Liebe und im Namen Gottes riskierte er alles. Die frisch Vermählten soll er mit Blumen aus seinem eigenen Garten beschenkt haben. Und ihre Ehen, heißt es, standen unter einem guten Stern. Am 14. Februar 269 wurde Valentin hingerichtet. Sein Andenken konnten die Herrschenden jedoch nicht auslöschen, es bleibt bis heute lebendig.

     

    „All you need is love“ singen die Beatles, und sie haben so recht. Was gibt es Schöneres als die Liebe, die einem „das Herz nimmt“, den Verstand raubt, einen mit Glück und Ekstase erfüllt wie nichts anderes. Das Hohelied im Alten Testament weiß davon zu berichten – detailgetreu, poetisch und keineswegs jugendfrei. Und Sie könnten sicher auch eine Menge erzählen!

     

    Und es gibt andere Arten der Liebe, nicht nur die zwischen Frau und Mann oder, wir haben dazugelernt als Kirche und Gesellschaft, zwischen Menschen gleichen Geschlechts. Es gibt geschwisterliche, elterliche, freundschaftliche Liebe, Nächstenliebe, die Liebe zur Natur. Man kann, natürlich, auch allein leben und ein liebendes Herz haben. Das Wort aus dem 1. Korintherbrief ist zwar ein beliebter Trauspruch, aber eigentlich hatte Paulus eine liebevolle Verbundenheit unter den Christinnen und Christen in Korinth im Blick: Wir glauben zusammen, ja. Aber ein Glaube ohne Liebe wird hart und rechthaberisch. Wir hoffen das Beste für uns, gewiss. Aber Hoffnung ohne Liebe bleibt egoistisch und denkt zuallererst an sich. Die Liebe ist das Größte, das Wichtigste, das Eigentliche – die Liebe in all ihren Ausprägungen und Facetten.

     

    „All you need is love“ singen die Beatles, und niemand würde ernsthaft widersprechen. Dabei ist es mit der Liebe alles andere als einfach, wie Josephine Baker seufzend vermerkt. Das Herz kann ja nicht immer nur höher schlagen. Der Alltag fordert seinen Tribut zwischen Arbeitsstress und Kindergeschrei. Sorgen, Konflikte, vielleicht auch die Angst, zu kurz zu kommen, stehen der Liebeslust und der Liebesfähigkeit manchmal mächtig im Weg. Da nützt auch alle Rosen- und Herzchenseligkeit des kommerzialisierten Valentinstages nichts. Der Heilige selbst hat freilich auch hier geholfen. Nicht nur am Traualtar, sondern auch später in Partnerschafts- und Ehekrisen stand er Paaren mit einem offenen Ohr und einem guten Wort zur Seite. Es hat ja niemand gesagt, dass es leicht wird, wenn man sich auf die Liebe einlässt. Aber schön wird es. Und tief. Und immer wieder spannend.

     

    In diesem Sinne: Ein Hoch auf den heiligen Valentin, dessen Gedenktag wir heute begehen! Und ein Hoch auf die Liebe in unseren Herzen! Sie möge wachsen und blühen, jeden Tag auf’s Neue. Amen.

     

    Gebet

    Guter Gott, von Deiner Liebe leben wir. Hilf, dass ich sie spüre – in der Freundlichkeit der Menschen, die mich gern haben, in der Schönheit Deiner Schöpfung, als warmes Gefühl in mir selbst.

    Und sei bei allen, die sich nach Liebe sehnen – bei den Menschen, die einsam sind, bei den Kindern, die ohne Liebe aufwachsen, bei den Paaren, die sich zerstritten haben. Gib Mut, neu aufeinander zuzugehen. Lass die Liebe groß werden unter uns.

    Amen.

     

    Vaterunser


     

    Lied „Liebe, die du mich zum Bilde“ (EG 401)

     

    Von Gottes unerschöpflicher Liebe erzählt dieses Lied …

    1. Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht,
      Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wiederbracht:
      Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.
    2. Liebe, die du mich erkoren, eh ich noch geschaffen war,
      Liebe, die du Mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar:
      Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.
    3. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort,
      Liebe, die sich ganz ergeben mir zum Heil und Seelenhort:
      Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.
    4. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn,
      Liebe, die mich überwunden und mein Herz hat ganz dahin:
      Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich.

    Segen

    Gott segne uns und behüte uns.

    Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.

    Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.

    Amen.

     

    Und nun?

    Machen Sie jemandem eine Liebeserklärung. Verschenken Sie ein richtig schönes Kompliment. Sagen oder zeigen Sie einem Menschen, wieviel er Ihnen bedeutet. Fallen Sie jemandem um den Hals, soweit es der Gesetzgeber erlaubt. Trauen Sie sich und verschenken Sie Liebe!

     

    Viel Freude (und ein wenige Herzklopfen) wünscht Ihnen dabei

    Ihr Pfarrer Christoph Eichert

    „Du hast die Liebe wiedergefunden.“ Eine Hausandacht für Familien am 14. Februar 2021

     

    zachaeus.jpg

     

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat und dass Sie mit Ihrer Familie nun diesen kleinen Gottesdienst feiern wollen. Bevor Sie mit der Andacht beginnen, sollten Sie vorbereiten, was Sie gleich brauchen werden.

     

    Weil am 14. Februar Valentinstag ist, geht es auch in dieser Familienandacht um die Liebe. Dazu haben wir die Geschichte von Zachäus ausgesucht. Lesen Sie sich vorab die Geschichte durch, damit Sie sie dann gut erzählen können. Um die Geschichte mit Ihren Kindern nachzuspielen, brauchen Sie einige Figuren: einen Jesus, ein paar Jünger, einen Zachäus, viele Schaulustige und einen Baum.

     

    Außerdem können Sie mit Ihren Kindern Postkarten gestalten. Wenn Sie mögen, schreiben Sie einen Gruß darauf und bringen dann die Karte ins Gemeindebüro. Wir verteilen diese dann weiter an Menschen, die sich über einen Gruß freuen.

     

    Sie können sich diese Andacht und die Postkarten am Freitag im Paulusgemeindehaus oder am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr in der Pauluskirche abholen.

     

    Die Lieder für diese Andacht sowie das Vaterunser mit Bewegungen finden Sie unter:

    https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii 

     

    Bereiten Sie einen Tisch vor, um den Sie sich mit Ihrer Familie versammeln. Stellen Sie eine Kerze auf den Tisch und legen Sie Zündhölzer oder ein Feuerzeug bereit. Wenn Sie ein Kreuz haben, legen Sie es mit auf den Tisch, als Zeichen für Jesus, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist. Stellen Sie einige Teelichte bereit.

     

    Schaffen Sie sich eine störungsfreie Atmosphäre. Stellen Sie das Telefon aus, legen Sie das Smartphone zur Seite. Sie haben sich diese Ruhe verdient!

     

    Wenn alles vorbereitet ist, versammeln Sie sich mit Ihrer Familie um den Tisch. Die Andacht kann beginnen. Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.


    Eröffnung

     

    Zünden Sie die große Kerze an. Sprechen Sie dabei:

     

    Ich zünde diese Kerze an, damit ihr Licht scheint. Gott ist das Licht der Welt. Er ist hier und sein Licht scheint für uns.

     

    Lied „Die Kerze brennt“

     

    Singen Sie gemeinsam:

     

    Die Kerze brennt, ein kleines Licht, wir staunen und hören: „Fürchte dich nicht“, erzählen und singen, wie alles begann, in Gottes Namen fangen wir an.

     

    Gebet

     

    Sprechen Sie miteinander das Gebet:

     

    Wo ich gehe, wo ich stehe, bist du, Gott, bei mir.

    Wenn ich dich auch niemals sehe, weiß ich dennoch: Du bist hier.

    Amen

     

    Geschichte „Zachäus begegnet Jesus“

     

    Erzählen oder lesen Sie die Geschichte vor. Dabei stellen Sie die Figuren auf den Tisch. Im Anschluss können die Kinder die Geschichte nachspielen, um das Gehörte zu verinnerlichen.

     

    Diese Geschichte beginnt am Stadttor von Jericho, einer Stadt in Israel. An den Stadttoren sitzen Zöllner, die für die Römer den Zoll kassieren. Jeder, der etwas in die Stadt bringen will, muss dafür Geld bezahlen. Das regt die Menschen in Israel sehr auf, denn bis die Römer kamen, musste niemand Zoll bezahlen. Viele Menschen mögen die Zöllner nicht, weil sie für die Römer arbeiten. Doch die Zöllner machen noch etwas viel Schlimmeres. Sie nehmen von den Menschen mehr Geld, als sie eigentlich nehmen müssten, und stecken sich das Geld in die eigene Tasche. So kommt es, dass Zöllner kaum Freunde haben.

    Am größten Stadttor sitzt Zachäus am Zolltisch. Er ist der Oberste, der Chef aller Zöllner in Jericho. Er nimmt besonders viel Geld von den Menschen. Zachäus ist ein kleiner Mann. Mit ihm will niemand etwas zu tun haben. So kommt es, dass Zachäus zwar viel Geld hat, aber keine Freunde. Zachäus fühlt sich oft sehr einsam.

    Eines Tages kommt Jesus nach Jericho. Von ihm hat jeder in der Stadt schon gehört. Er ist ein ganz besonderer Mensch. Er erzählt von Gottes guter Welt, so dass alle es verstehen. Er liebt die Kinder, er heilt Kranke und hilft den Armen. „Er kommt von Gott!“, sagen die Leute. Alle wollen ihn sehen und hören! So ist der Weg, auf dem Jesus mit seinen Freunden kommt, mit vielen Menschen überfüllt. Auch Zachäus will Jesus sehen. Doch die großen Leute versperren ihm die Sicht. Niemand lässt ihn vor, denn keiner kann ihn leiden. Deshalb läuft Zachäus ein Stück voraus und klettert auf einen Baum hinauf. Von dort oben wird er Jesus bestimmt gut sehen.

    Und dann ist es endlich soweit. Jesus kommt. Zachäus freut sich, dass er von hier oben so eine gute Sicht hat. Gerade als Jesus unter dem Baum hindurchgeht, sieht er plötzlich hinauf und ruft Zachäus zu: „Komm herunter zu mir!“

    Zachäus klettert eilig vom Baum herunter und läuft zu Jesus. Er ist ganz aufgeregt. „Bist du nicht Zachäus, der oberste Zöllner in Jericho?“ fragt Jesus. „O weh“, denkt Zachäus, „jetzt wird Jesus gleich mit mir schimpfen, weil ich so ein schlechter Mensch bin und den Leuten immer zu viel Geld abnehme.“ Doch Jesus legt Zachäus die Hand auf die Schulter und sagt: „Komm! Ich will heute in deinem Haus zu Gast sein. Ich will mit dir essen und trinken, reden und lachen.“

    Zachäus kann zuerst gar nicht glauben, was er da gerade gehört hat: ein anständiger Mann wie Jesus will etwas mit ihm zu tun haben? Doch dann führt er Jesus und seine Freunde schnell zu seinem großen Haus und bittet sie herein. Bald darauf sitzen alle am Tisch und feiern ein fröhliches Fest. Nur Zachäus sieht etwas nachdenklich aus: „Jesus ist so gut zu mir. So muss es wohl sein, wenn man einen Freund hat.“ Und dann steht Zachäus auf, geht zu Jesus und sagt: „Jesus, ich will mein Leben ändern. Ich möchte ein besserer Mensch werden. Allen Armen in der Stadt werde ich die Hälfte meines Geldes geben. Und allen, die ich am Zolltor betrogen habe, zahle ich das Vierfache von dem zurück, das ich ihnen genommen habe. Ich bin dann zwar ärmer, aber bestimmt auch glücklicher.“

    Jesus freut sich für Zachäus und sagt zu ihm: „Heute ist etwas ganz Besonderes in deinem Haus geschehen. Du hast dein Herz für Gott geöffnet und hast die Liebe wiedergefunden. Gottes segnende Hand begleitet dich auf deinem Weg.“

     

    Zum Nachdenken für die Eltern

     

    Wer hat Ihnen in letzter Zeit gezeigt, dass sie oder er Sie liebhat? Wie war das? Welchen Menschen zeigen Sie an diesem Tag, dass Sie sie liebhaben?

     

    Teilen Sie Ihre Gedanken unter https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii


    Lied „Ins Wasser fällt ein Stein“

     

    Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich, still und leise;
    Und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.
    Wo Gottes große Liebe in einen Menschen fällt,
    Da wirkt sie fort in Tat und Wort hinaus in uns're Welt.

    Ein Funke, kaum zu seh'n, entfacht doch helle Flammen;
    Und die im Dunkeln steh'n, die ruft der Schein zusammen.
    Wo Gottes große Liebe in einem Menschen brennt,
    Da wird die Welt vom Licht erhellt; da bleibt nichts, was uns trennt.

    Nimm Gottes Liebe an. Du brauchst dich nicht allein zu müh'n,
    Denn seine Liebe kann in deinem Leben Kreise zieh'n.
    Und füllt sie erst dein Leben, und setzt sie dich in Brand,
    Gehst du hinaus, teilst Liebe aus, denn Gott füllt dir die Hand.

    Gebet

    Für das Gebet brauchen Sie die Teelichte. Überlegen Sie, an wen Sie und Ihre Kinder denken und für wen Sie beten wollen. Für jede und jeden wird eine Kerze angezündet. Größere Kinder können das natürlich selbst machen. Es ist auch wunderbar, wenn Kerzen für sämtliche Großeltern und die Kindergärtnerinnen brennen. Zünden auch Sie eine Kerze an, für Menschen, die Sie lieben oder die sich ganz besonders nach Liebe sehnen. Und keine Sorge: Sie müssen nicht an alle denken. Es gibt noch ganz viele andere Hausandachten…

     

    Wenn Ihnen nichts mehr einfällt oder alle Teelichte brennen, sprechen Sie folgendes Gebet:

     

    Lieber Gott, wir danken dir, dass du uns liebhast. Sei bei den Menschen, die ausgegrenzt werden und sich nach einem guten Freund oder einer guten Freundin sehnen. Berühre unser Herz, damit wir spüren, dass du uns nahe bist. Amen.


    Vaterunser

     

    Und nun beten Sie das Gebet, das alle Christen miteinander verbindet:

     

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


    Segen

     

    Geben Sie Gottes gute Kraft weiter. Fassen Sie sich an den Händen und sprechen Sie:

     

    Gott liebt dich – egal was passiert.

    Gott ist bei dir – egal wie du dich fühlst.

    Gott begleitet dich – egal wo du hingehst.

    Gott segnet dich – damit du das nicht vergisst.

    Amen

     

    ____________________________________________________________________________________

     

    Wir hoffen, Ihnen und Ihrer Familie hat diese Andacht gutgetan.

    Wenn Sie mögen, machen Sie doch ein Foto von Ihrem Andachtstisch und stellen Sie es auf https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii

    Fragen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge richten Sie bitte an

    vikar.barth@paulusgemeinde-halle.de.

    Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.

    Das Team der Familienandachten aus der Paulusgemeinde Halle

    ____________________________________________________________________________________

     

    Ausblick: Für die nächste Andacht finden Sie Luftschlangen in den Tüten. Noch besser ist es, wenn Sie Ihre eigenen Luftschlangen bis zum Sonntag aufheben.

    Hausandacht zum Sonntag Sexagesimae 7. Februar 2021 – Sechzig Tage vor Ostern

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.


    Eröffnung

     

    Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
    Amen

     

    Psalmgebet


    leuchtturm1.jpg HERR, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel reicht;
    deine Wahrheit währet für und für.
    Du hast die Erde fest gegründet, und sie bleibt stehen.
    Ich bin sehr gedemütigt;
    HERR, erquicke mich nach deinem Wort!
    Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort.
    Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe;
    denn sie sind meines Herzens Wonne.
    Erhalte mich nach deinem Wort, dass ich lebe,
    und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.
    Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre,
    so wäre ich vergangen in meinem Elend.
    Dein Wort ist meinem Munde süßer als Honig.
    Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege.
    Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.

    (aus Psalm 119)

     

    Biblische Lesung: Lukasevangelium 8

     

    4 Als nun eine große Menge beieinander war und sie aus jeder Stadt zu ihm eilten, sprach er durch ein Gleichnis:
    5 Es ging ein Sämann aus zu säen seinen Samen. Und indem er säte, fiel einiges an den Weg und wurde zertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen's auf. 6 Und anderes fiel auf den Fels; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. 7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit auf und erstickten's. 8 Und anderes fiel auf das gute Land; und es ging auf und trug hundertfach Frucht. Und rief: Wer Ohren hat zu hören, der höre!
    9 Es fragten ihn aber seine Jünger, was dies Gleichnis bedeute. 10 Er aber sprach: 11 Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes. 12 Die aber an dem Weg, das sind die, die es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, damit sie nicht glauben und selig werden. 13 Die aber auf dem Fels sind die: Wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an. Sie haben aber keine Wurzel; eine Zeit lang glauben sie, und zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab. 14 Was aber unter die Dornen fiel, sind die, die es hören und gehen hin und ersticken unter den Sorgen, dem Reichtum und den Freuden des Lebens und bringen keine Frucht zur Reife. 15 Das aber auf dem guten Land sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.

     

    Impuls

     

    Und: welcher Typ Acker sind Sie? Ist es bei Ihnen wie auf dem Weg: Sie hören Gottes Wort und noch bevor es eine Chance hat, zu keimen, wird es durch irgendetwas anderes wieder entfernt? Oder sind Sie eher der felsige Typ: Das Wort wird gehört, es gefällt und tut gut, aber bald ist es auch wieder vergessen. Vielleicht entdecken Sie sich aber auch bei den Dornen wieder: das Wort Gottes wächst und wächst, doch anderes ist wichtiger oder lauter und überdeckt alles andere. Aber wahrscheinlich sind Sie der gute Acker – sonst würden Sie ja diese Hausandacht nicht lesen: Gottes Wort fällt bei Ihnen auf guten Boden. Sie hören und bedenken es, es wird verinnerlicht und geht zu Herzen. Schließlich bringt es hundertfache Frucht im lebendigen Glauben und im gläubigen Leben. Ja, genau, das sind Sie. Eindeutig. Und ich bin das auch. Dann ist ja alles gut.

     

    Obwohl… also, wenn ich ehrlich bin… so eindeutig ist das bei mir manchmal nicht. Manchmal passiert es, wenn wir morgens die Herrnhuter Losungen lesen, dass ein Kind seine Tasse umstößt. Die Milch läuft über den ganzen Tisch. Da ist erstmal wischen angesagt. Die Losung? Wie war die heute? Haben wir die gelesen? Keine Chance: Das Wort ist weg, ehe ich mich versehe.

     

    Oder wenig später: Andacht zu Beginn der Dienstberatung. Ein guter Text. Eine treffende Auslegung. Ja, genau, so ist das. Das muss ich mir merken! Eine kurze Atempause – und dann: „So, wer muss heute als erster weg? Du? Na gut, dann fang mal an. Aber ich habe dann auch noch einiges auf meiner Liste. Und wir dürfen heute auf keinen Fall vergessen…“ Keine Chance: das Wort ist zwar angekommen, aber gleich wieder eingegangen. Die Wurzeln konnten den Felsen des grauen Alltags nicht durchdringen.

     

    Oder am Nachmittag: Ich sitze am Schreibtisch. Jetzt nehme ich mir Zeit für das „Wort zum Tag“. Ich lese Zeile für Zeile. Das tut gut. Doch da, ein Gedanke wie ein Stachel: „Ich muss heute noch mit Herrn W. telefonieren.“ Aber nicht jetzt. Erstmal das „Wort zum Tag“. Ich lese. Und wieder ein Stachel: „Das ist wichtig. Hoffentlich ist er noch da… Wenn ich ihn heute verpasse…“ Einen Moment kann das doch noch warten. Ich lese. „Los, jetzt. Sonst ist es zu spät. Und das wäre ein echtes Problem! Das ist dann nicht so leicht wieder in Ordnung zu bringen…“ Ich gebe auf, lege das „Wort zum Tag“ weg und setze mich ans Telefon. Keine Chance. Es war kein Durchkommen durch diese Dornenhecke.

     

    Der Tag vergeht. Immer wieder denke ich: „Du müsstest doch…“ Ich sehne mich nach Gott, nach seinem Wort, das mir Kraft gibt, meine Gedanken erfrischt, meinen Glauben belebt. Doch es wird einfach nichts. Der Tag scheint Wort-los zu vergehen.

     

    Vor dem Schlafen gehe ich noch eine Runde ums Haus. Da. Plötzlich ein Gedanke. Das ist doch ein Satz aus einer Predigt. Wie kommt der denn jetzt in meinen Kopf? Wie aus dem Himmel gefallen – und mir eingefallen. Ich versuche mich zu erinnern. Stück für Stück bekomme ich den Gedankengang zusammen. Ich bin gerührt. Es fühlt sich so an, als hätte jemand nichts unversucht gelassen, mir an diesem Tag dieses Wort zukommen zu lassen. Das tut gut. Danach habe ich mich gesehnt. Ich spüre, wie sich die Wurzeln meines Glaubens ausstrecken und sich fest in den guten Ackerboden graben. Das gibt mir Halt und neue Kraft. Ich atme durch. Ich blicke auf. Ich ahne, wie gut es der Sämann mit mir meint.
    Amen.

     

    Gebet

     

    Lebendiger Gott,
    so wie ein Bauer den Samen auf das Feld sät, so sendest du dein Wort in unser Leben. Du sprichst in unser Herz und machst uns gewiss, dass du uns liebst und für uns da bist.

     

    Dafür danken wir dir und bitten:
    Sei bei denen, die keine Kraft mehr haben, weil eine Krankheit sie auszehrt, weil der Stress an ihren Nerven nagt, weil Ängste und Sorgen sie auffressen. Stärke sie durch verständnisvolle Freunde, treue Weggefährten und mitfühlende Angehörige.

     

    Sei bei denen, die Hungern und Dürsten – nach Nahrung, nach Liebe, nach Sicherheit. Hilf uns, zu teilen, was wir haben, und beschenke Sie mit dem Reichtum deiner Güte.

     

    Sei bei denen, die sich nach dir sehnen, deren Leben kein guter Ackerboden ist, in dem dein Wort wurzeln kann. Werde nicht müde, deine Wohltaten in ihr Leben zu säen, bis der Same auch bei ihnen Früchte trägt.

     

    Sei bei uns mit deinem Wort und deinem guten Geist. Hilf uns, aus deiner Kraft zu leben und mit den Früchten des Glaubens diese Welt zu bereichern.
    Amen.

     

    Vaterunser


    Lied „Herr, öffne mir die Herzenstür“ (EG 197)


    1) Herr, öffne mir die Herzenstür,
    zieh mein Herz durch dein Wort zu dir,
    lass mich dein Wort bewahren rein,
    lass mich dein Kind und Erbe sein.

     

    2) Dein Wort bewegt des Herzens Grund,
    dein Wort macht Leib und Seel gesund,
    dein Wort ists, das mein Herz erfreut,
    dein Wort gibt Trost und Seligkeit.

     

    3) Ehr sei dem Vater und dem Sohn,
    dem Heilgen Geist in einem Thron;
    der Heiligen Dreieinigkeit
    sei Lob und Preis in Ewigkeit.

     

    Segensgebet

     

    Gott, sei mein Schutz und mein Schild - begleite mich, wenn ich Angst habe und Sorgen mich bedrängen.
    Gott, erhalte mich, dass ich lebe – ein Leben aus der Fülle deiner Liebe und der Kraft deines Geistes.
    Gott, dein Wort sei meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege -
    damit ich sicher und getrost gehen kann, an jedem neuen Tag.
    Amen.

     

    Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Sonntag
    und einen behüteten Gang durch die neue Woche.

    Ihr Vikar Alexander Barth aus der Paulusgemeinde

    Hausandacht für Familien am 7. Februar 2021

    „So eine Verschwendung?!“

     

    teller.jpg


    Eine Hausandacht für Familien am 7. Februar 2021

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat und dass Sie mit Ihrer Familie nun diesen kleinen Gottesdienst feiern wollen. Bevor Sie mit der Andacht beginnen, sollten Sie vorbereiten, was Sie gleich brauchen werden.

     

    Lesen Sie sich vorab die Geschichte durch, damit Sie sie dann gut erzählen können. Heute geht es um einen verschwenderischen Bauern. Bei dieser Geschichte können Sie selbst mit Ihrer Familie Bauer spielen. Dafür legen Sie ein Tütchen Kresse-Samen bereit. Als Acker genügt ein Teller mit feuchtem Küchenpapier. Auf dem Acker gibt es eine Ecke mit Steinen und eine Ecke mit Dornen oder Zweigen (siehe Foto).

     

    Wieder können Sie sich diese Andacht und die nötigen Kresse-Samen am Freitagvormittag im Paulusgemeindehaus oder am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr in der Pauluskirche abholen. 

     

    Die Lieder für diese Andacht sowie ein Vaterunser mit Bewegungen finden Sie unter:
    https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii

     

    Bereiten Sie einen Tisch vor, um den Sie sich mit Ihrer Familie versammeln. Stellen Sie eine Kerze auf den Tisch und legen Sie Zündhölzer oder ein Feuerzeug bereit. Wenn Sie ein Kreuz haben, legen Sie es mit auf den Tisch, als Zeichen für Jesus, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist. Stellen Sie einige Teelichte bereit.

     

    Schaffen Sie sich eine störungsfreie Atmosphäre. Stellen Sie das Telefon aus, legen Sie das Smartphone zur Seite. Sie haben sich diese Ruhe verdient!

     

    Wenn alles vorbereitet ist, versammeln Sie sich mit Ihrer Familie um den Tisch. Die Andacht kann beginnen. Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.


    Eröffnung

     

    Zünden Sie die große Kerze an. Sprechen Sie dabei:


    Ich zünde diese Kerze an, damit ihr Licht scheint. Gott ist das Licht der Welt. Er ist hier und sein Licht scheint für uns.

     

    Lied „Die Kerze brennt“

     

    Singen Sie gemeinsam:


    Die Kerze brennt, ein kleines Licht, wir staunen und hören: „Fürchte dich nicht“, erzählen und singen, wie alles begann, in Gottes Namen fangen wir an.

     

    Gebet

     

    Sprechen Sie miteinander das Gebet:

     

    Wo ich gehe, wo ich stehe, bist du, Gott, bei mir.
    Wenn ich dich auch niemals sehe, weiß ich dennoch: Du bist hier.
    Amen

     

    Geschichte „Jesus erzählt von einem verschwenderischen Bauern“

     

    Erzählen oder lesen Sie die Geschichte. Jedes Mal, wenn Jesus von dem Bauern erzählt, der seinen Samen sät, können die Kinder Kresse-Samen über dem vorbereiteten Teller verstreuen. Und wenn etwas daneben geht… Heute ist das sogar gewollt.

     

    Jesus ist unterwegs. Er zieht durch die kleinen Städtchen der Umgebung. Viele Menschen kommen zu ihm – auch einige Kinder sind mit dabei. Alle wollen Jesus erleben und hören, was er sagt.
    „Hört her, so beginnt Jesus, Gott ist wie ein Bauer! Dieser Bauer ging hinaus, um Weizen zu säen.“ (Die Kinder streuen Kresse-Samen über dem Teller aus.) Und während Jesus erzählt, macht er nach, wie der Bauer über seinen Acker geht und die Samenkörner sät. Aber was macht er denn? Jesus holt so schwungvoll aus, dass er fast das Gleichgewicht verliert. Er verschleudert den Samen in alle Richtungen.
    „Als der Bauer nun säte“, sagt Jesus, „fiel ein Teil der Saat auf den Weg. Da kamen die Vögel und fraßen den ganzen guten Weizen auf.“
    Jetzt beginnen die Leute zu tuscheln: „Der Bauer hat wohl keine Ahnung. Man muss doch mit der Saat vorsichtiger sein. Das weiß doch jeder – nur der Bauer nicht?“ Und während die Erwachsenen tuscheln, machen die Kinder die pickenden Vögel nach.
    „Der Bauer säte und säte und ein Teil der Saat fiel auf felsige Stellen, wo kaum Erde drüber lag…“. (Kresse-Samen säen) Wieder spielt Jesus den seltsamen Bauern und macht die schwungvolle Handbewegung vor.
    Nun sind auch die Erwachsenen in Stimmung geraten: „Der kennt wohl seinen Acker nicht!“ rufen sie sich lachend zu. Ein Mensch, der von seiner Ernte leben muss, der geht doch sorgsamer damit um. Aber der hier wirft einfach drauflos, egal wo es hinfällt? Den Frauen und Männern hier ist völlig klar: auf dem felsigen Untergrund vertrocknen die Keime, weil nicht genug Feuchtigkeit da ist.
    „Und er säte und säte“, erzählt Jesus weiter. (Kresse-Samen säen) „Und beim Säen sah der Bauer das Dornengestrüpp nicht, das auf dem Acker wucherte.“ „Was ist denn das für ein Bauer?“ fragt jetzt ein Mann ganz empört. „Bevor man sät, muss man doch die Dornen ausstechen, sonst wachsen die Dornen schneller als der Weizen und das Getreide hat keine Chance.“ Alle lachen über den komischen Bauern.
    Nun setzt Jesus zum krönenden Abschluss an: „Denkt euch, Leute! Einiges von der kostbaren Saat fiel trotzdem so, dass der Ackerboden es aufnehmen konnte. Ein sanfter Dauerregen kam und drang tief in den Boden ein. Die Saat in der Erde konnte keimen. Und es wurde Frühling, die Halme wuchsen, die Ähren bildeten sich, die Sonne ließ die Körner reifen. Und dann war es Juni. Erntezeit… Und mögt ihrs glauben oder nicht: Was aufging, das trug hundertfach Frucht!“
    Für einen Moment scheinen die Leute nicht zu wissen, ob sie staunen oder lachen sollen. Meint Jesus das ernst? Die Kinder schauen Jesus mit großen Augen an. Auch die Erwachsenen sind irritiert und beginnen zu diskutieren: „Das ist doch unmöglich. Wer so verschwenderisch mit der Saat umgeht, kann auf keinen Fall so viel ernten.“
    Plötzlich flüstert jemand: „Es geht um Gott. Jesus hat doch gesagt: Gott ist wie ein Bauer…“ Und da wird es den Leuten klar: „Gott verteilt seine Liebe wie ein verschwenderischer Bauer. Er schüttet seine Güte über uns aus. Warum? Weil er hofft, dass möglichst viel davon dahin gelangt, wo es uns berührt, dorthin wo es keimen und wachsen kann. Gott freut sich über jede Situation, in der seine Liebe bei uns ankommt – er freut sich über jedes Samenkörnchen seiner Liebe, das im Leben der Menschen Frucht bringt.“

     

    Zum Nachdenken für die Eltern

     

    Wer will schon verschwenderisch sein…
    Was ist Ihnen dennoch so wichtig, dass Sie dabei nicht auf Zeit, Geld, ... schauen?

    Teilen Sie Ihre Gedanken unter https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii


    Lied „Du hast uns deine Welt geschenkt“

     

    1. Du hast uns deine Welt geschenkt: den Himmel, die Erde. Du hast uns deine Welt geschenkt: Herr wir danken dir.

    2. Du hast uns deine Welt geschenkt: die Samen – die Pflanzen…

    3. Du hast uns deine Welt geschenkt: die Sonne – die Sterne…

    4. Du hast uns deine Welt geschenkt: die Blumen – die Bäume…

    5. Du hast uns deine Welt geschenkt: die Tiere – die Menschen…

     

    Sie können auch gemeinsam überlegen, womit Gott unsere Welt reich beschenkt hat. Dieses Lied eignet sich sehr gut, um eigene Strophen zu erfinden.

     

    Gebet


    Für das Gebet brauchen Sie die Teelichte. Überlegen Sie, an wen Sie und Ihre Kinder denken und für wen Sie beten wollen. Für jede und jeden wird eine Kerze angezündet. Größere Kinder können das natürlich selbst machen. Es ist auch wunderbar, wenn Kerzen für sämtliche Großeltern und die Kindergärtnerinnen brennen. Zünden auch Sie eine Kerze an, für Menschen, die Ihnen wichtig sind.

     

    Wenn Ihnen nichts mehr einfällt oder alle Teelichte brennen, sprechen Sie folgendes Gebet:

     

    Lieber Gott, wir danken dir, dass du uns verschwenderisch und unendlich liebst. Sei auch bei den Menschen, die sich nach Nähe und Zuwendung sehnen. Lass uns alle spüren, dass du für uns da bist. Amen


    Vaterunser

     

    Und nun beten Sie das Gebet, das alle Christen miteinander verbindet:

     

    Vater unser im Himmel

    Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


    Segen

     

    Geben Sie Gottes gute Kraft weiter. Fassen Sie sich an den Händen und sprechen Sie:

     

    Gottes Kraft ist wie ein guter Ackerboden, durch den unser Leben wachsen kann.
    Gottes Geist ist wie ein Sommerregen, der unser Leben erfrischt und erneuert.
    Gottes Liebe ist wie ein Samenkorn, das in unser Herz fällt und viel Frucht bringt.
    So segne uns Gott mit seiner Kraft, seinem Geist und seiner Liebe.
    Amen

    __________________________________________________________________________


    Wir hoffen, Ihnen und Ihrer Familie hat diese Andacht gutgetan.
    Wenn Sie mögen, machen Sie doch ein Foto von Ihrem Bastelfisch und stellen Sie es auf https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii
    Fragen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge richten Sie bitte an

    vikar.barth@paulusgemeinde-halle.de.
    Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
    Das Team der Familienandachten aus der Paulusgemeinde Halle
    ___________________________________________________________________________________________________________________________

    Ausblick: Für die nächste Andacht finden Sie Postkarten in den Tüten. Alternativ stehen ab dem 11.2. die Karten als Druckvorlagen auf dem Padlet bereit.

    Hausandacht für den Letzten Sonntag nach Epiphanias 31. Januar 2021

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.

     

    Eröffnung
    Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

     

    haende.jpgPsalmgebet (aus Psalm 97)
    Gott ist König; darüber freue sich das Erdreich
    und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind.
    Die Himmel verkündigen seine Gerechtigkeit,
    und alle Völker sehen seine Herrlichkeit.
    Zion hört es und ist froh,
    und die Töchter Juda sind fröhlich,
    weil Du, Gott, recht regierst.
    Denn Du, Gott, bist der Höchste
    über allen Landen,
    Du bist hoch erhöht über alle Götter.
    Die ihr Gott liebt, hasst das Arge!
    Gott bewahrt die Seelen seiner Heiligen;
    aus der Hand der Frevler wird er sie erretten.
    Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen
    und Freude den aufrichtigen Herzen.
    Ihr Gerechten, freut euch Gottes
    und dankt ihm und preist seinen heiligen Namen!

     

    Biblische Lesung (2. Petrusbrief 1, 16-19)
    Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen.
    Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Und diese Stimme haben wir gehört vom Himmel kommen, als wir mit ihm auf dem heiligen Berg waren.
    Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren Herzen.


    Auslegung

    Die US-Wahlen wurden gefälscht. Corona wird nicht durch Ansteckung, sondern durch das neue 5G-Netz verbreitet. Der Lockdown dient nicht dem Gesundheitsschutz, er ist der erste Schritt in die Diktatur. Den Klimawandel haben sich Wissenschaftler nur ausgedacht, um sich wichtig zu machen. Und von Bill Gates werden Sachen erzählt, die will man besser nicht wissen. – Alles Fake News natürlich. Frei erfunden. Und sie klingen, jede für sich, ziemlich gruselig.

     

    „Wir sind nicht ausgeklügelten Fabeln gefolgt“, schreibt der Verfasser des 2. Petrusbriefes. „Was wir sagen, stimmt.“ Und er erinnert an die Verklärung Jesu, wie sie in den Evangelien berichtet wird: Da steigt Jesus mit einigen seiner Jünger auf einen Berg. Und ein helles Licht ist da. Ein besonderer Glanz. Und eine Stimme voller Liebe. Gottes Herrlichkeit, ganz nah! Auch der 97. Psalm weiß von dieser Herrlichkeit zu berichten. – Das sind Good News. Und sie klingen tatsächlich gut. Und nichts ist erfunden.

     

    Gottes Herrlichkeit. Jetzt. Hier. In meinem Leben. Trotz Gottesdienst-verbot. Und Besuchsverbot. Und Shoppingverbot. Gottes Herrlichkeit wie ein großer, alles überstrahlender Glanz. Oder zumindest wie ein Licht an einem dunklen Ort. Oder wie ein gerade anbrechender Tag. Wie ein Stern, der aufgeht in meinem Herzen. – Schön klingt das. Erleben möchte ich das. Ist es Wirklichkeit? Oder zu schön, um wahr zu sein? Good News oder Fake News, das ist hier die Frage. Wir wollen ja nicht ausgeklügelten Fabeln folgen.

     

    himmel.jpgNichts ist erfunden, Gottes Herrlichkeit gibt es. Man muss sich nur mal richtig erinnern: Der Urlaub auf der Nordseeinsel Amrum. Da waren Regentage, viele sogar, aber auch Tage wie dieser: Der Himmel blau und unendlich weit. Ich bade im Meer und in Sonnenstrahlen. Der Blick nach oben verheißt Freiheit, und ich spüre sie auch in meinem Herzen. Und was es gab, kann es wieder geben. Also erinnern Sie sich, so wie sich der Verfasser des 2. Petrusbriefes erinnert!

     

    Nichts ist erfunden, Gottes Herrlichkeit gibt es. Man muss nur mal richtig die Augen aufmachen und die Ohren spitzen und sich öffnen für das, was herrlich sein will: Dieser Brief neulich, er hat mir so gutgetan. So liebevolle freundliche Worte. Ich lese ihn mir gleich noch einmal durch. Der Spaziergang heute, diese klare, frische Luft! Da werden auch die Gedanken frisch, und ich komme jünger nach Hause, als ich losgegangen bin. Ein Buch, ein Film, ein Telefongespräch, ein gutes Essen, eine unverhoffte Begegnung – alles kleine Dinge, aber mit Herrlichkeitspotential. Gott findet viele Verstecke, um sich dann plötzlich zu offenbaren.

     

    Nichts ist erfunden, und es soll auch nichts erfunden werden. Wenn es dunkel ist oder leer oder grau, dann ist das die Wirklichkeit. Aber man darf die Augen schließen und träumen und hoffen und sich etwas wünschen: Was brauche ich, damit der Tag für mich anbricht? Damit der Morgenstern aufgeht in meinem Herzen? Ich kann es vor Gott bringen, ihn darum bitten. Und wer weiß, vielleicht kann ich selbst auch etwas dafür tun. Und die Wirklichkeit weitet sich, und Gottes Herrlichkeit ist auf dem Weg zu mir. Ich bin ja sein geliebtes Kind, und seine freundliche Stimme meint auch mich. Und das gehört nicht ins Reich der Fabeln, das gehört zu den harten Fakten, zum christlichen Granit sozusagen.

     

    Gottes Herrlichkeit: Mit Jesus Christus in die Welt gekommen. In meinem Leben zu finden. In meinem Innersten zu Hause. So will es Gott. So soll es sein. Und Bill Gates ist gar nicht so verkehrt. Fake News? Good News! Amen.

     

    Gebet
    Großer Gott, lass mich Deine Herrlichkeit sehen! Damit mein Leben Glanz hat. Damit ich das Dunkle besser verkrafte. Damit ich gern auf dieser Welt bin.
    Sei bei allen, die Dein Licht besonders brauchen. Sei bei den Kranken und den Einsamen. Sei bei allen, die schwer tragen an ihren Sorgen.
    Und wenn es sein soll, dass ausgerechnet ich Deine Herrlichkeit zu anderen bringe, dann will ich mich nicht sträuben.
    Amen.

     

    Vaterunser


    Lied „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ (EG 70)

    1. Wie schön leuchtet der Morgenstern / voll Gnad und Wahrheit von dem Herrn, / die süße Wurzel Jesse. / Du Sohn Davids aus Jakobs Stamm, / mein König und mein Bräutigam, / hast mir mein Herz besessen; / lieblich, freundlich, / schön und herrlich, groß und ehrlich, reich an Gaben, / hoch und sehr prächtig erhaben.

    2. Ei meine Perl, du werte Kron, / wahr‘ Gottes und Marien Sohn, / ein hochgeborner König! / Mein Herz heißt dich ein Himmelsblum; / dein süßes Evangelium / ist lauter Milch und Honig. / Ei mein Blümlein, / Hosianna! Himmlisch Manna, das wir essen, / deiner kann ich nicht vergessen.

    3. Gieß sehr tief in das Herz hinein, / du leuchtend Kleinod, edler Stein, /
    mir deiner Liebe Flamme, / dass ich, o Herr, ein Gliedmaß bleib / an deinem auserwählten Leib, / ein Zweig an deinem Stamme. / Nach dir wallt mir / mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet / dich, des Liebe mich entzündet.

    4. Von Gott kommt mir ein Freudenschein, / wenn du mich mit den Augen dein / gar freundlich tust anblicken. / Herr Jesu, du mein trautes Gut, / dein Wort, dein Geist, dein Leib und Blut / mich innerlich erquicken. / Nimm mich freundlich / in dein Arme und erbarme dich in Gnaden; / auf dein Wort komm ich geladen.

     

    Segen
    Gott segne uns und behüte uns.
    Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig.
    Gott erhebe sein Angesicht auf uns und gebe uns Frieden.
    Amen.

     

    Und nun?
    Machen Sie sich auf die Suche nach Gottes Herrlichkeit an diesem Sonntag!
    Ich wünsche Ihnen eine spannende Entdeckungsreise.

    Ihr Pfarrer Christoph Eichert


    Downloads:

    hausandacht_erwachsene_31.1.21.pdf

    hausandacht_erwachsene_31.1._(druckvorlage).pdf

    „Du bist bei mir, Gott.“ Eine Hausandacht für Familien am 31. Januar 2021

    fisch.jpg

     

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat und dass Sie mit Ihrer Familie nun diesen kleinen Gottesdienst feiern wollen. Bevor Sie mit der Andacht beginnen, sollten Sie vorbereiten, was Sie gleich brauchen werden.

     

    Lesen Sie sich vorab die Geschichte durch, damit Sie sie dann gut erzählen können. Wenn Sie eine Kinderbibel haben, die Sie gern benutzen, können Sie auch schauen, ob Sie die Geschichte dort finden. Um die Geschichte mit Ihren Kindern zu erleben, brauchen Sie eine große Decke, unter der die ganze Familie Platz hat. Außerdem benötigen sie eine Taschenlampe.

     

    Nach der Geschichte können Sie mit Ihren Kindern Fische basteln. Dazu benötigen Sie Pfeifenreiniger. Diese können Sie sich am Freitagvormittag im Paulusgemeindehaus oder am Sonntag zwischen 10 und 11 Uhr in der Pauluskirche abholen. Die Bastelanleitung und die Lieder für diese Andacht finden Sie unter: https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii

     

    Bereiten Sie einen Tisch vor, um den Sie sich mit Ihrer Familie versammeln. Stellen Sie eine Kerze auf den Tisch und legen Sie Zündhölzer oder ein Feuerzeug bereit. Wenn Sie ein Kreuz haben, legen Sie es mit den auf den Tisch, als Zeichen für Jesus, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist. Stellen Sie einige Teelichte bereit.

     

    Schaffen Sie sich eine störungsfreie Atmosphäre. Stellen Sie das Telefon aus, legen Sie das Smartphone zur Seite. Sie haben sich diese Ruhe verdient!

     

    Wenn alles vorbereitet ist, versammeln Sie sich mit Ihrer Familie um den Tisch. Die Andacht kann beginnen. Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.


    Eröffnung

     

    Zünden Sie die große Kerze an. Sprechen Sie dabei:
    Ich zünde diese Kerze an, damit ihr Licht scheint. Gott ist das Licht der Welt. Er ist hier und sein Licht scheint für uns.


    Lied „Die Kerze brennt“

    Singen Sie gemeinsam:

     

    Die Kerze brennt, ein kleines Licht, wir staunen und hören: „Fürchte dich nicht“, erzählen und singen, wie alles begann, in Gottes Namen fangen wir an.

     

    Gebet

    Sprechen Sie miteinander das Gebet:

     

    Wo ich gehe, wo ich stehe, bist du, Gott, bei mir.
    Wenn ich dich auch niemals sehe, weiß ich dennoch: Du bist hier.
    Amen

     

    Geschichte „Jona und der große Fisch“

     

    Erzählen oder lesen Sie die Geschichte vor. Dabei symbolisiert die Decke zunächst die Wellen, die erst ruhig vor sich hinplätschern und sich später gefährlich auftürmen. Anschließend kriechen alle unter die Decke. Dort ist es so dunkel wie im Bauch des großen Fisches. Und schließlich wird die Decke gelüftet und alle betreten das rettende Ufer…

     

    Als Jona eines Morgens aufwacht, ist er ganz durcheinander. War das Gott, heute Nacht? Er hört noch die Stimme, die zu ihm sprach: „Jona, geh nach Ninive! Erzähle den Menschen in der großen Stadt von mir. Sage ihnen, dass mir nicht gefällt, wie sie miteinander umgehen. Erinnere sie, wie Menschen gut miteinander leben können.“

    Jona überlegt: Was soll er tun? Nach Ninive gehen? Nein, auf keinen Fall. Das traut er sich nicht zu. „Ich will in die andere Richtung!“, sagt er, „ich fahre übers Meer, so weit, dass Gott mich nicht finden kann!“
    Jona macht sich auf den Weg. Nach einigen Tagen kommt er ans Meer. In der Hafenstadt fragt er, ob ein Schiff nach Westen fährt. Dort, wo die Sonne untergeht, da will er hin. Endlich hat er ein Schiff gefunden. Er zahlt den Preis für die Überfahrt, dann steigt er hinunter in den Bauch des Schiffes und legt sich hin. „So! Jetzt kann Gott mich nicht mehr sehen!“, denkt er sehr zufrieden. Dann schläft er ein.

    Das Schiff legt ab (die Decke leicht bewegen). Jona merkt es nicht. Er schläft. Er wacht nicht einmal auf, als sie in einen furchtbaren Sturm geraten. Das Meer tobt! Die riesigen Wellen werfen das Schiff hin und her (mit der Decke große Wellen machen). Da fällt dem Kapitän sein Passagier Jona ein. Was, der schläft? Er weckt ihn auf: „Bete zu deinem Gott, vielleicht kann der uns helfen!“
    Inzwischen losen die Matrosen aus, wer an dem Unglück schuld ist. Es trifft Jona.
    „Wer bist du?“ fragt der Kapitän. „Ich bin ein Hebräer und fürchte Gott, der Himmel und Erde gemacht hat.“ „Und vor dem willst du weglaufen?!“ Sie rudern, was sie können, aber gegen den Sturm kommen sie nicht an. Da sagt Jona: „Werft mich ins Meer!“ Sie wollen nicht, aber er besteht darauf. So versinkt Jona in den tobenden Fluten.
    Da sagt Gott zum Sturm: „Jetzt bist du still.“ Das Meer beruhigt sich und spült das Schiff ans Land (die Decke stillhalten und anschließend wieder leicht bewegen). Doch Jona schwimmt immer noch zwischen den Wellen. Seine Kraft lässt nach. „Will Gott mich zur Strafe ertrinken lassen?“, fragt er sich. Nein. Gott schickt Jona einen großen Fisch. Der sperrt sein Maul ganz weit auf und saugt Jona in seinen großen Bauch hinein (alle versammeln sich unter der Decke). Dort ist es dunkel und ein bisschen glitschig. Jona hat ein bisschen Angst. Aber er freut sich auch, dass er nicht ertrunken ist (Taschenlampe an). Und so beginnt er im Bauch des Fisches mit Gott zu reden: „Ich danke dir, Gott, dass du mich gerettet hast. Als die großen Wellen über mich hereinbrachen, dachte ich, du hättest mich vergessen. Doch jetzt weiß ich, dass du bei mir bist und auf mich aufpasst. Ich danke dir, mein Gott.“
    Und nach einigen Tagen erreicht der große Fisch das Ufer und spuckt Jona an Land (alle sitzen wieder am Tisch). Da verspricht Jona: „Jetzt gehe ich nach Ninive.“

     

    Zum Nachdenken für die Eltern


    Waren Sie schon einmal in einer so ausweglosen und finsteren Situation wie Jona? Was hat Ihnen geholfen? Woher kam ein Licht?

     

    Sie können Ihre Gedanken mit anderen Eltern teilen: https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii


    Lied „Halte zu mir guter Gott“


    1. Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
    Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.
    Halte zu mir, guter Gott, heut den ganzen Tag.
    Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.

     

    2. Du bist jederzeit bei mir; wo ich geh und steh,
    spür ich, wenn ich leise bin, dich in meiner Näh.
    Halte zu mir, guter Gott, …

     

    3. Gibt es Ärger oder Streit und noch mehr Verdruss,
    weiß ich doch, du bist nicht weit, wenn ich weinen muss.
    Halte zu mir, guter Gott, …

     

    4. Meine Freude, meinen Dank, alles sag ich dir.
    Du hältst zu mir, guter Gott, spür ich tief in mir.
    Halte zu mir, guter Gott, …


    Gebet
    Für das Gebet brauchen Sie die Teelichte. Überlegen Sie, an wen Sie und Ihre Kinder denken und für wen Sie beten wollen. Für jede und jeden wird eine Kerze angezündet. Größere Kinder können das natürlich selbst machen. Es ist auch wunderbar, wenn Kerzen für sämtliche Großeltern und die Kindergärtnerinnen brennen. Zünden auch Sie eine Kerze an, für Menschen, die Ihnen wichtig sind, für Probleme und Dunkelheiten, in denen Gottes Licht guttut. Und auch für alles Schöne können Sie eine Kerze anzünden und Gott dafür danken.


    Wenn Ihnen nichts mehr einfällt oder alle Teelichte brennen, sprechen Sie folgendes Gebet:


    Lieber Gott, wir danken dir, dass du immer und überall bei uns bist. Sei auch bei den Menschen, um die wir uns Sorgen machen. Lass uns allen ein Licht aufgehen, wenn es dunkel um uns ist. Amen


    Vaterunser


    Und nun beten Sie das Gebet, das alle Christen miteinander verbindet:

     

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


    Segen


    Geben Sie Gottes gute Kraft weiter. Fassen Sie sich an den Händen und sprechen Sie:

     

    Wenn es dunkel ist, sei Gott unser Licht.
    Wenn wir Angst haben, sei Gott unser Schutz.
    Wenn wir einsam sind, sei Gott der Freund an unserer Seite.
    So begleite uns Gott auf allen unseren Wegen. Amen.

    __________________________________________________________________________

    Wir hoffen, Ihnen und Ihrer Familie hat diese Andacht gutgetan.
    Wenn Sie mögen, machen Sie doch ein Foto von Ihrem Bastelfisch und stellen Sie es auf https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii
    Fragen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge richten Sie bitte an

    vikar.barth@paulusgemeinde-halle.de.
    Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
    Das Team der Familienandachten aus der Paulusgemeinde Halle
    ____________________________________________________________________________________

     

    Ausblick: Für die nächste Andacht brauchen Sie Kresse-Samen.

     

     

     

    Hausandacht zum 3. Sonntag nach Epihanias, 24. Januar 2021

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.


    Eröffnung


    Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
    Amen


    Psalmgebet


    HERR, neige deine Ohren und erhöre mich;
    denn ich bin elend und arm.
    Hilf du, mein Gott, deinem Kind, das sich verlässt auf dich.
    Weise mir, HERR, deinen Weg, dass ich wandle in deiner Wahrheit.
    Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen
    und ehre deinen Namen ewiglich.
    Denn deine Güte ist groß über mir,
    du hast mein Leben errettet aus der Tiefe des Todes.
    Du, Herr, Gott, bist barmherzig und gnädig,
    geduldig und von großer Güte und Treue.
    Wende dich zu mir und tu ein Zeichen an mir,
    dass mir's wohlgehe, weil du mir beistehst und mich tröstest.

     

    (aus Psalm 86, einem Gebet in Bedrängnis)

     

    Biblische Geschichte: Rut 1


    Vor einer Hungersnot war Noomi mit ihrer Familie aus ihrer Heimatstadt Bethlehem ins Ausland, nach Moab, geflohen. Dort fand sie einen Mann und beide waren sehr glücklich, als Noomi zwei Söhne bekam.
    Jahre vergehen. Die Söhne haben geheiratet. Da bricht das Unheil über die Familie herein. Noomis Mann stirbt. Und kurze Zeit später muss sie auch um ihre Söhne trauern. Sie ist nun eine mittellose Witwe.

    Als sie hört, dass Gott die Hungersnot in Betlehem beendet hat, hofft sie auf die helfende Solidarität ihrer Großfamilie und bricht zur Rückkehr auf. Ihre Schwiegertöchter schickt sie zurück in deren Familien, doch Rut antwortet auf Noomis Drängen:

     

    gebirge.jpg


    16 Bedränge mich nicht, dass ich dich verlassen und von dir umkehren sollte. Wo du hingehst, da will ich auch hingehen; wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott.

    17 Wo du stirbst, da sterbe ich auch, da will ich auch begraben werden. Nur der Tod wird mich und dich scheiden.

    18 Als Noomi nun sah, dass sie festen Sinnes war, mit ihr zu gehen, ließ sie ab, ihr zuzureden.

    19 So gingen die beiden miteinander, bis sie nach Bethlehem kamen.

     

    Impuls


    Ausgerechnet heute. Seit Wochen fiebert Marvin auf diesen Tag hin. Ganz intensiv hat er sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet. Und ausgerechnet heute verstaucht er sich den Knöchel. Mit dem Fahrrad kommt er nun auf jeden Fall nicht zu seinem Termin. Wie gut, dass er seinen Freund Andy hat. Der nimmt sich kurzerhand den Nachmittag frei und fährt Marvin zu seinem Gespräch.

     

    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich finden,
    sich verbinden – für eine Zeit.
    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich tragen
    und nicht fragen, was bringt es ein.

     

    Kaum einen Tag war ihre Familie in der Quarantäne, schon kam der Anruf von ihrer besten Freundin Lena: „Wenn ihr irgendetwas braucht, sag einfach Bescheid. Und nicht nur bei den wichtigen Sachen… Auch wenn die Kinder ein neues Buch brauchen, weil sie die eigenen schon alle kennen… Oder wenn euch noch ein Tütchen Backpulver fehlt, um gemeinsam was zu backen… Sag Bescheid, ich bringe es euch vorbei. Das ist kein Problem.“

     

    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich finden,
    sich verbinden – für eine Zeit.
    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich tragen
    und nicht fragen, was bringt es ein.


    Für Noomi ist es ein Weg ins unbekannte. Klar geht es in ihre Heimat, aber wie es dort sein wird… sie weiß es nicht. Auf jeden Fall wird es nicht einfach, so viel steht fest. Das will sie niemandem zumuten. Deshalb schickt sie ihre Schwiegertochter Rut zurück in deren Familie. So gehört es sich. So muss es sein. Was sollte Rut auch in Israel wollen. Sie ist Moabiterin – gehört zu einem anderen Volk, glaubt an andere Götter. Sie ist jung genug, sie wird ihren Weg finden. Warum sollte sie sich mit einer alten Frau wie Noomi abgeben.

     

    Doch Rut denkt überhaupt nicht daran, zurück in ihre Familie zu gehen. Sie setzt sich über die Gepflogenheiten hinweg und bleibt bei Noomi. Sie nimmt den schweren Weg auf sich. Sie begleitet ihre verwitwete Schwiegermutter. Dabei lässt sie sich auch nicht von den Grenzen zwischen Völkern oder den verschiedenen Religionen aufhalten. Warum tut sie das?

     

    Sie stellt sich selbst in den Dienst von Noomi, die ihre Hilfe mehr als gut gebrauchen kann. Sie identifiziert sich mit Noomi und bleibt an ihrer Seite. Sie macht Noomis Weg für ein Stück zu ihrem Weg. Und so brechen beide Frauen auf. In eine ungewisse Zukunft. Aber gemeinsam. Wie bezeichnend, dass Ruts Name so ähnlich klingt wie das hebräische Wort für „Freundin“.

     

    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich finden,

    sich verbinden – für eine Zeit.
    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich tragen

    und nicht fragen, was bringt es ein.

     

    freundschaft.jpg

     

    Die Freundschaftsikone habe ich in Taizé entdeckt. Sie zeigt Christus und Menas, einen koptischen Christen aus dem 7. Jahrhundert. Menas steht stellvertretend für alle Glaubenden. So erzählt die Ikone etwas von der Freundschaft, die Christus jedem anbietet. Christus kommt zu mir und steht an meiner Seite. Er identifiziert sich mit mir – wird ein Mensch wie ich. Er überwindet alle Grenzen; alles was mich von ihm noch trennt, lässt er hinter sich. Er kommt zu mir und geht meine Wege mit. Mit ihm zusammen schaue ich zuversichtlich nach vorn, was auch immer dort auf mich zukommt. Mit ihm wage ich den nächsten Schritt.

     

    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich finden,
    sich verbinden – für eine Zeit.
    Das nennt man Freundschaft, wenn zwei sich tragen
    und nicht fragen, was bringt es ein.


    Amen.


    Gebet


    Liebender Gott,
    so wie ein guter Freund uns begleitet und eine gute Freundin für uns da ist, so bist du an unserer Seite und in unserer Nähe.

     

    Dafür danken wir dir und bitten:
    Sei bei den Verbitterten, die niemanden an sich heranlassen und sich von aller Welt verraten fühlen. Zerbrich mit deiner Liebe ihr Gefängnis der Einsamkeit.

     

    Sei bei den Kranken, bei denen die sich nach einer heilsamen Berührung sehnen. Lege deinen Arm um sie und lass sie bei dir geborgen sein.

     

    Sei bei den Befreundeten und den Liebenden, die für die Menschen in ihrer Umgebung da sind. Stärke sie in ihrer Hingabe und erfülle ihr Leben mit Freude und Glück.

     

    Sei bei uns mit deiner Hilfe und deinem guten Geist. Hilf uns, etwas von dem weiterzugeben, was wir aus der Fülle deiner Liebe schöpfen.
    Amen.

     

    Vaterunser


    Lied „Der Morgenstern ist aufgedrungen“ (EG 69)
    1. Der Morgenstern ist aufgedrungen,
    er leucht’ daher zu dieser Stunde
    hoch über Berg und tiefe Tal,
    vor Freud singt uns der lieben Engel Schar.

     

    3. Christus im Himmel wohl bedachte,
    wie er uns reich und selig machte
    und wieder brächt ins Paradies,
    darum er Gottes Himmel gar verließ.

     

    4. O heilger Morgenstern, wir preisen
    dich heute hoch mit frohen Weisen;
    du leuchtest vielen nah und fern,
    so leucht auch uns, Herr Christ, du Morgenstern!

     

    Segensgebet


    Gott, ich vertraue mich deiner Hilfe und Begleitung an.
    So sei und bleibe bei mir auf allen meinen Wegen.


    Amen.

     


    Downloads

    Hausandacht 3. nach Epiphanias zum Ausdrucken

    Hausandacht 3. nach Epiphanias zum Lesen am Bildschirm

    Lasst die Kinder zu mir kommen!“
    Eine Hausandacht für Familien am 24. Januar 2021

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat und dass Sie mit Ihrer Familie nun diesen kleinen Gottesdienst feiern wollen. Bevor Sie mit der Andacht beginnen, sollten Sie vorbereiten, was Sie gleich brauchen werden.

     

    Lesen Sie sich vorab die Geschichte durch, damit Sie sie dann gut erzählen können. Wenn Sie eine Kinderbibel haben, die Sie gern benutzen, können Sie auch schauen, ob Sie die Geschichte dort finden. Um die Geschichte mit Ihren Kindern nachzuspielen, brauchen Sie einige Figuren: einen Jesus, ein paar Jünger, Eltern mit ihren Kindern. Gern können Sie gemeinsam mit Ihren Kindern die Playmobil-Kiste durchforsten, wer sich wofür eignet. Legen Sie die Figuren bereit, aber so, dass sie erst später die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

     

    Um sich die Lieder für diese Andacht in Erinnerung zu rufen, finden Sie hier hilfreiche Links: https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii

     

    Bereiten Sie einen Tisch vor, um den Sie sich mit Ihrer Familie versammeln. Stellen Sie eine Kerze auf den Tisch und legen Sie Zündhölzer oder ein Feuerzeug bereit. Wenn Sie ein Kreuz haben, legen Sie es mit den auf den Tisch, als Zeichen für Jesus, der gekreuzigt wurde und auferstanden ist. Stellen Sie einige Teelichte bereit.

     

    Schaffen Sie sich eine störungsfreie Atmosphäre. Stellen Sie das Telefon aus, legen Sie das Smartphone zur Seite. Sie haben sich diese Ruhe verdient!

     

    Wenn alles vorbereitet ist, versammeln Sie sich mit Ihrer Familie um den Tisch. Die Andacht kann beginnen. Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Zeit.


    Eröffnung


    Zünden Sie die große Kerze an. Sprechen Sie dabei:


    Ich zünde diese Kerze an, damit ihr Licht scheint. Gott ist das Licht der Welt. Er ist hier und sein Licht scheint für uns.


    Lied „Die Kerze brennt“


    Singen Sie gemeinsam:


    Die Kerze brennt, ein kleines Licht, wir staunen und hören: „Fürchte dich nicht“, erzählen und singen, wie alles begann, in Gottes Namen fangen wir an.


    Gebet


    Sprechen Sie miteinander das Gebet:


    Wo ich gehe, wo ich stehe, bist du, Gott, bei mir.
    Wenn ich dich auch niemals sehe, weiß ich dennoch: Du bist hier.
    Amen


    Geschichte „Jesus und die Kinder“


    Erzählen oder lesen Sie die Geschichte vor. Dabei stellen Sie die Figuren auf den Tisch. Im Anschluss können die Kinder die Geschichte nachspielen, um das Gehörte zu verinnerlichen.


    Jesus und seine Freunde sitzen am Brunnen. Sie ruhen sich in der Abendsonne aus. Zwei Freunde unterhalten sich: „Das war heute wieder ein anstrengender Tag. So viele Leute sind zu uns gekommen.“ Der andere stimmt zu: „Ja, genau. So viele Leute. Und alle wollten etwas von Jesus wissen. Ganz viele Fragen haben sie ihm gestellt. Aber jetzt ist endlich Ruhe. Das tut gut.“

     

    Plötzlich aber hat die Ruhe ein Ende. Eine Schar Kinder kommt angerannt. Mütter und Väter sind auch dabei. Sie laufen direkt auf Jesus und seine Freunde zu. „Bist du Jesus?“, fragt ein kleiner Junge. „Was machst du hier?“, will ein Mädchen wissen. „Mama hat gesagt, du segnest uns“, sagt ein drittes Kind.

     

    Einer von Jesu Freunden springt auf. „Was soll das?“, schimpft er und sieht die Mutter böse an. „Jesus ist nicht dazu da, um Kinder zu segnen! Und außerdem wissen die Kinder noch gar nicht über Gott Bescheid.“

     

    Jetzt ist es Jesus, der ärgerlich wird: „Was redet ihr in diesem Ton mit den Kindern und ihren Eltern!“, schimpft er. Seine Freunde erschrecken. So ärgerlich erleben sie Jesus nur selten.

     

    Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran“, sagt Jesus mit fester Stimme.

     

    „Ihr glaubt wohl, ein Kind hat bei Gott nichts zu suchen, weil es nichts vorweisen kann. Aber Gottes Nähe muss sich kein Mensch erst verdienen. Ihr habt doch gesehen: Die Kinder sind einfach zu mir gekommen. Gott freut sich über so viel Vertrauen. Das solltet auch ihr lernen.“

     

    Jesus setzt sich auf die Erde. Ein Kind nach dem anderen kommt zu ihm. Jesus nimmt jedes der Kinder in den Arm. Jedem legt er seine Hand auf den Kopf und sagt: „Gott freut sich über dich und lässt dich nicht allein.“

     

    Zum Nachdenken für die Eltern


    In welchen Situationen geht es nicht ohne Vertrauen?
    Wo ist das aber auch manchmal schwierig?


    Sie können Ihre Gedanken mit anderen Eltern teilen: https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii


    Lied „Kindermutmachlied“


    La la la…


    Wenn einer sagt: „Ich mag dich du, ich find' dich ehrlich gut“,
    Dann krieg' ich eine Gänsehaut und auch ein bisschen Mut.


    La la la…


    Wenn einer sagt: „Ich brauch dich du, ich schaff es nicht allein",
    Dann kribbelt es in meinem Bauch, ich fühl' mich nicht mehr klein.


    La la la…


    Wenn einer sagt: „Komm geh mit mir, zusammen sind wir was“,
    Dann werd' ich rot, weil ich mich freu, dann macht das Leben Spaß.


    La la la…


    Gott sagt zu dir: „Ich hab dich lieb und wär' so gern dein Freund.
    Und das, was du allein nicht schaffst, das schaffen wir vereint.“


    La la la…

     

    Gebet


    Für das Gebet brauchen Sie die Teelichte. Überlegen Sie, an wen Sie und Ihre Kinder denken und für wen Sie beten wollen. Für jede und jeden wird eine Kerze angezündet. Größere Kinder können das natürlich selbst machen. Es ist auch wunderbar, wenn Kerzen für sämtliche Großeltern und die Kindergärtnerinnen brennen. Zünden auch Sie eine Kerze an, für Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, für Probleme und Dunkelheiten, in denen Gottes Licht guttut. Und keine Sorge: Sie müssen nicht an alle denken. Es gibt noch ganz viele andere Hausandachten…


    Wenn Ihnen nichts mehr einfällt oder alle Teelichte brennen, sprechen Sie folgendes Gebet:


    Lieber Gott, wir legen dir die Menschen ans Herz, die uns wichtig sind, um die wir uns sorgen und die dein Licht brauchen. Sei du bei ihnen, wie du auch bei uns bist. Amen


    Vaterunser


    Und nun beten Sie das Gebet, das alle Christen miteinander verbindet:

    Vater unser im Himmel
    Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute.
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

     

    Segen


    Geben Sie Gottes gute Kraft weiter. Fassen Sie sich an den Händen und sprechen Sie:


    Gott ist wie eine Mutter, die uns in den Arm nimmt und uns tröstet. Gott ist wie ein Vater, der uns trägt, wenn wir nicht mehr weitergehen können. So begleite und trage uns Gott auf allen unseren Wegen. Amen.

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    Wir hoffen, Ihnen und Ihrer Familie hat diese Andacht gutgetan.
    Wenn Sie mögen, machen Sie doch ein Foto von Ihrem Andachtstisch und stellen Sie es auf https://padlet.com/vikar_alexander_barth/84dzima7ozi83eii
    Fragen, Anregungen und Verbesserungsvorschläge richten Sie bitte an
    vikar.barth@paulusgemeinde-halle.de.
    Wir wünschen Ihnen einen gesegneten Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.
    Das Team der Familienandachten aus der Paulusgemeinde Halle

     

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    Downloads:
    Hausandacht für Familien zum  24.1.2021 zum Ausdrucken
    Hausandacht für Familien zum 24.1.2021 zum Lesen am Bildschirm

    Hausandacht zum 2. Sonntag nach Epiphanias, 17.1.2021

    von Pfarrer Friedhelm Kasparick

     

    Wir freuen uns, dass diese Hausandacht den Weg zu Ihnen gefunden hat. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe. Nehmen Sie sich Zeit für diesen geistlichen Impuls. Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Gebete laut, und wenn Sie das Lied kennen, singen Sie es. Zünden Sie eine Kerze an, denn Jesus Christus, das Licht der Welt, ist bei Ihnen.

     

    Eröffnung
    Im Namen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen


    Psalmgebet

    1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß; in Hoheit und Pracht bist du gekleidet. 2 Licht ist dein Kleid, das du anhast. 13 Du tränkst die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest. 14 Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, 15 dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz glänze vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.

    24 HERR, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.


    (aus Psalm 104)

     

    Biblische Lesung
    Die Hochzeit zu Kana (Johannes 2, 1-11)
    Und am dritten Tage war eine Hochzeit in Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was geht's dich an, Frau, was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
    Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.
    Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie betrunken werden, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückbehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen in Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn.

     

    kana.jpg

     

    Impuls
    Nur ein Wort brauchte Jesus zu sagen, und das Wunder geschah: Wasser verwandelte sich in Wein, aus dem Lebensmittel wurde Festfreude. Ich bin an Konstantin Weckers Lied: „Genug ist nicht genug“ erinnert, in dem es heißt: „selbst das Abflusswasser schmeckt nach Wein..“. Was bisher eintönig und fade erscheint, kann Jesus in Belebendes, Aufblühendes verwandeln. Voraussetzung für sein verwandelndes Eingreifen aber ist das Wort, das Jesu Mutter den Dienern sagte: "Was er euch sagt, das tut!" .
    Täter des Wortes sein und in der Nachfolge Jesu leben, das können wir auch mit Abstandsregeln und behördlichen Auflagen. Möge sich in unserem Leben immer wieder das Wunder von Kana wiederholen, nämlich, dass aus etwas Alltäglichem und Gleichförmigen, wie einem Telefonat, einem Brief oder einem Spaziergang etwas Besonderes und Anregendes werden kann, dass sich das Wasser unserer alltäglichen Mühen in Wein der Begeisterung verwandelt und dass sich unser Leben, das manchmal wie Wasser eintönig dahinfließt, wieder zu einem Fest wird. Gebe Gott uns dazu seinen Segen.

     

    Amen

     

    Gebet
    Guter Gott ,
    wie dein Sohn damals das alltägliche Wasser in kostbaren Wein verwandelt hat, verwandle du unseren Alltag in wertvolle Lebenszeit. Lass uns zu Tätern des Wortes werden und schenke uns die Lebensfreude und die Gemeinschaft wieder. Hilf allen, die an der Pandemie leiden und zeige du uns Wege aus der Not.
    Vaterunser

     

    Lied

    Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht
    Und das Wort, das wir sprechen, als Lied erklingt
    Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut
    Dann wohnt er schon in unserer Welt
    Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
    In der Liebe die alles umfängt
    In der Liebe die alles umfängt
    Wenn die Hand, die wir halten, uns selber hält
    Und das Kleid, das wir schenken, auch uns bedeckt
    Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut
    Dann wohnt er schon in unserer Welt
    Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
    In der Liebe die alles umfängt
    In der Liebe die alles umfängt
    Wenn das Leid, das wir tragen, den Weg uns weist
    Und der Tod, den wir sterben, vom Leben singt
    Dann hat Gott unter uns schon sein Haus gebaut
    Dann wohnt er schon in unserer Welt
    Ja, dann schauen wir heut schon sein Angesicht
    In der Liebe die alles umfängt
    In der Liebe die alles umfängt


    Segen
    Gott sei bei uns in unbekannter Zukunft. Was unbegreiflich für uns ist, führe er zu einem guten Ende.
    Gott segne uns, heute , morgen und Ewigkeit. Amen

    Predigt am 1. Sonntag nach Epiphanias (10. 1. 2021) zu Römer 12, 1-3

    Liebe Gemeinde, was für aufgeschreckte Zeiten sind das! Der Lockdown verlängert, wieder einmal. Mit all dem Ärger über die neuen Einschränkungen. Mit all der Virusangst.

     

    Das Weihnachtsfest und der Jahreswechsel, so still dieses Mal. Doch die erregten Diskussionen davor, auch in der Paulusgemeinde. Noch einen Tag vor Heiligabend kamen harsche Mails, wie unverantwortlich es sei, jetzt in die Kirche einzuladen. Und es gab Dankesbriefe, dass nicht alles abgesagt wird.

     

    Der Epiphaniasgottesdienst fiel allerdings doch ins Wasser. Schade um die Ideen der Jungen Gemeinde, ihr Weihnachtsspiel war immer besonders spannend.

     

    Und wie wird es weitergehen? Wann dürfen die Kinder wieder in die Schule? Wann kann ich endlich zum Friseur? Wann dürfen Gastwirte, Künstlerinnen, Händler und so viele andere wieder ihrer Arbeit nachgehen? Soviel Unklarheit, solche aufgeschreckten Zeiten!

     

    Das Epiphaniasfest selbst ist jedoch nicht ausgefallen. Gottes Licht ist erschienen in der Welt,

    ob nun mit oder ohne Gottesdienst. Auch die heiligen drei Könige sind angekommen beim Kind in der Krippe, wie die Bibel zu berichten weiß. Und der Apostel Paulus findet beruhigende Worte im Römerbrief, damit wir nicht weiter so aufgescheucht durch das neue Jahr stolpern. Gottes Licht wirken lassen. Halt finden. Mit Ruhe und innerer Stärke durch die unsicheren Zeiten gehen. Drei Tipps hat er, wie das gelingen kann. Sprich Paulus, wir sind gespannt. Wir hängen förmlich an deinen Lippen!

     

    Ich ermahne euch, Brüder und Schwestern, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euern Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst.

     

    Da rätseln wir und kämpfen mit- und gegeneinander, ob nun Gottesdienste stattfinden dürfen. Ob wir zusammenkommen dürfen in der Kirche, mit Abendmahl oder ohne, mit Gesang oder nicht, und Paulus sagt: Verbeißt euch nicht in dieser Sache. Natürlich ist das nicht egal, aber das Seelenheil hängt auch nicht daran. Die wichtigste Frage ist nicht, ob wir hier in der Kirche sitzen. Wichtig ist, dass wir uns einsetzen mit Leib und Seele, mit Haut und Haar für das, was Gott am Herzen liegt. Das ist ein vernünftiger, ein guter, ja unentbehrlicher Gottesdienst.

     

    Und was ist Gott wohlgefällig, wie Paulus schreibt? Da gibt die Jahreslosung Antwort, klar und eindeutig: Seid barmherzig, wie auch Gott barmherzig ist! Nicht auftrumpfen, nicht gewinnen wollen um jeden Preis, nicht abweisend und kalt sein. Sich anrühren lassen. Mitfühlen. Sehen, was der andere braucht. Nicht Wunden aufreißen, sondern verbinden. Einander stärken. Das ist das Gebot der Stunde. Das brauchen wir gerade jetzt. Das ist Gottesdienst im Jahr des Herrn 2021.

     

    Wie vorausschauend du doch bist, Paulus! Das sei unser Einsatz, unser Opfer in diesem Jahr, und dann ist viel gewonnen. Aber der Apostel hat noch mehr auf der Pfanne.

     

    Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

     

    Stellt euch nicht dieser Welt gleich, sagt er. Seid ein bisschen anders. Seid unabhängiger, seid freier, reitet nicht auf jeder Welle mit.

     

    Und wie ist die Welt gerade? Sie pendelt zwischen Angststarre und Verleugnung, sich einschließen in seiner desinfizierten Zelle und Querdenkerdemo.

    Das Wort „prüfen“ fällt mir auf, das ist so schön nüchtern. Prüfen, was Fakt ist. Prüfen, was hilft. Und wieder: was Gott will. Und das wird so wunderbar erklärt: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.

     

    Das ist doch eine schöne Aufgabe: Das Gute suchen in diesem Jahr. Davon ausgehen, dass es das gibt. Und dann fündig werden. Sich daran freuen. Und wenn es nicht da ist? Selber tun! Das geht immer. Was das konkret ist: Da fällt Ihnen schon was ein. Und für die Ästheten gibt’s das Vollkommene: Auch das ist vorhanden und will entdeckt und bewundert werden.

     

    Wenn wir uns nicht dieser Welt gleichstellen, in der so viel geschimpft und gemeckert und an niemandem ein gutes Haar gelassen wird, dann suchen wir das Gute und Vollkommene und weisen andere darauf hin.

     

    So kommt man besser durch schwierige Zeiten, da hat Paulus schon recht. So entdeckt man das Epiphaniaslicht, auch unter widrigen Umständen. Und einen letzten Tipp gibt es noch. Sprich, Paulus, wir sind ganz Ohr!

     

    Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich’s gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens.

     

    Auch das ist nochmal starker Tobak und bürstet die Welt, wie wir sie gewöhnt sind, gegen den Strich. Nicht mehr von sich halten, als sich’s gebührt. Sich nicht über andere stellen. Nicht alles besser wissen. Denn wer weiß schon genau, was das Richtige ist in einer Pandemie. Sicher, ich habe meine Meinung. Und die ist gedeckt mit Lebenserfahrung. Aber du bist auch schon eine Weile auf der Welt und hast gute Gründe für deine Sicht der Dinge.

     

    Man darf unsicher sein und suchen und sich vortasten. Und auch die andere muss nicht auf alles eine Antwort haben. Gestehen wir das einander zu. Auch denen, die uns regieren. Die die Gesetze machen. Die in der Kirche bestimmen. Und uns selbst. Wir müssten dann mehr Unsicherheit aushalten. Doch es wäre ein wärmerer, ein freundlicherer Ton unter uns.

     

    Das Maß, dass Gott uns zugeteilt hat. Das menschliche Maß, nicht das perfekte. Wer das annimmt und anerkennt, wird selbst menschlicher. Danke, Paulus, du bist ein kluger Mann! So kommen wir weiter in diesem Jahr.

     

    Epiphanias. Erscheinung. Gottes Licht erscheint und ist auch hinter dunklen Wolken zu entdecken.

     

    Die heiligen drei Könige haben es entdeckt im Stern, der ihnen den Weg gezeigt hat. Die Hirten haben es entdeckt im Leuchten der Engel. Die Gemeinde in Rom hat es entdeckt im langen und klugen Brief des Apostels Paulus.

     

    Gebt euch hin, mit Leib und Seele, für das Gute! Das sei euer Gottesdienst. – Und die Gemeinde blühte auf, und Gottes Licht war da.

     

    Stellt euch der Welt nicht gleich. Macht nicht einfach, was alle machen. Dient Gott und seiner Liebe und sonst niemandem. Seid frei! – Und Gottes Licht strahlt heller als zuvor.

     

    Und übernehmt euch nicht und übertrumpft euch nicht gegenseitig. Lasst einander gelten, so kann jeder leuchten! – Und Gottes Licht, auch in uns, ist nicht mehr zu übersehen.

     

    So war es im Stall von Bethlehem. So war es in Rom zur Zeit des Paulus. So möge es unter uns sein in dieser Epiphaniaszeit. So mögen wir Gelassenheit und Frieden finden in diesem Jahr. Amen.