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Wort für den Tag: Freitag, 03. April 2020

Immer noch steigen die Zahlen; immer noch werden härtere Einschränkungen in Betracht gezogen. Gibt es kein Licht am Ende dieses finsteren Tunnels? Wenn nichts mehr ist, wie es war, Christus ist derselbe gestern und heute. Er ist das Licht, das aufstrahlt in unseren Tagen. Zünden Sie eine Kerze an; werden Sie still und versuchen Sie, Christus in ihrem Leben nachzuspüren.

 

„Wandelt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahr-heit.“ (Epheser 5,8-9)


Wort für den Tag:
Wir benötigen Licht, um uns zurechtzufinden, um uns in dieser Welt zu orientieren. Wir benötigen ein Licht, das uns hilft, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Licht, hell wird es in meinem Leben – so Paulus an die Epheser – wenn Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit meinen Alltag prägen. Nicht jammern über die Schlange vor dem Supermarkt, sondern gütig und dankbar auf jene schau-en, die geduldig warten; die einander höflich begegnen. Und wenn es keiner tut? Warum ver¬suche ich es nicht einmal? Der Wahrheit Raum geben, dass wir das Leben nicht im Griff haben; dass wir uns eingestehen müssen, hilflos und ohnmächtig zu sein. Wir sind nicht die Macher – auch wenn wir es uns oft eingebildet haben. Wir sind begrenzt, und im Rahmen dieser Grenzen ist es unser Auftrag, so mitmenschlich wie möglich in dieser schweren Zeit einander zu begegnen. Versuchen wir, ein¬ander gerecht zu werden, indem wir aufeinander hören und miteinander suchen, was Licht bringt in unseren Alltag.
Für mich ist das Licht schlechthin Jesus. Wenn ich in diesen Tagen ratlos bin, dann hilft mir ein Wort von Papst Franziskus: „Rede mit dem Herrn - und dann geh weiter!“ Ich verstehe nicht, warum es all das Leid gibt. Mit dem Herrn aber suche ich nach dem, was Leid lindern oder meistern hilft; was ich tun kann, um für andere ein kleines Licht zu sein.

 

Lied: „Sonne der Gerechtigkeit“ (EG 262 / GL 481 Strophen 1+2+6)

 

Sonne der Gerechtigkeit, gehe auf zu unsrer Zeit;
brich in deiner Kirche an, dass die Welt es sehen kann. Erbarm dich, Herr.

 

Weck die tote Christenheit aus dem Schlaf der Sicherheit,
dass sie deine Stimme hört, sich zu deinem Wort bekehrt. Erbarm dich, Herr.

 

Lass uns deine Herrlichkeit sehen auch in dieser Zeit
und mit unsrer kleinen Kraft suchen, was den Frieden schafft. Erbarm, dich Herr.

 

Gebet:
Gott, du hüllst dich in Licht, wie in ein Kleid.
Entflamme in uns die Sehnsucht nach dir, dem unvergänglichen Licht,
damit wir dem Leben trauen, als Kinder des Lichtes leben und dich preisen
für deinen Sohn, der unsere Finsternis erhellt, Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Versuchen Sie, mit dem Herrn zu reden, indem sie ein Wort, einen Impuls aus der Heiligen Schrift aufgreifen und mit dem verbinden, was Sie gerade beschäftigt, ängstigt oder erfreut. Versuchen Sie – wenigstens heute – ein Kind des Lichts zu sein.

 

Einen gesegneten Tag wünscht Ihnen
Ihr Pfarrer Magnus Koschig

 

Wort für den Tag: Donnerstag, 2. April 2020

„…so werden wir sein wie die Träumenden. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rühmens sein.“ (Psalm 126).

 

Wort für den Tag:
Haben Sie es schon gehört: In den großen Häfen des Mittelmeeres wurden Delphine gesehen. Weil dort keine Kreuzfahrtschiffe mehr anlegen, kommen sie wieder in die Nähe von Menschen. Und die CO²- Belastung in der Luft hat abgenommen. Es sind ja viel weniger Flugzeuge und Autos unterwegs. Und die Politiker, die sich sonst kritisiert und beschimpft haben, stehen zusammen und überlegen gemeinsam, wie diese Krise bewältigt werden kann.
Ich staune, wie achtsam wir alle in diesen Tagen miteinander umgehen. Viele haben sich gemeldet, die bereit sind, für andere einzukaufen und auch darüber hinaus zu helfen. Wir passen aufeinander auf, fragen nach, wie es geht, überlegen, was wir dem einen oder der anderen abnehmen können, zeigen mit vielen kleinen Gesten, dass wir einander wichtig sind.
Ich hoffe sehr, dass wir auch nach der Krise nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, sondern diese Achtsamkeit, Fürsorglichkeit und Menschlichkeit beibehalten. Das tut nicht nur uns gut, sondern auch unserer Gesellschaft und unserer Umwelt.

 

Lied:
Dieses Lied lädt nicht nur zum Träumen ein:

 

Halte deine Träume fest, lerne sie zu leben.
Gegen zu viel Sicherheit, gegen Ausweglosigkeit:
halte deine Träume fest.

 

Halte deine Freiheit fest, lerne sie zu leben.
Fürchte dich vor keinem Streit, finde zur Versöhnung Zeit:
halte deine Freiheit fest.

 

Halte deine Liebe fest, lerne sie zu leben.
Brich mit ihr die Einsamkeit, übe Menschfreundlichkeit:
halte deine Liebe fest.

 

(„Durch Hohes und Tiefes“ Nr. 308)

 

Gebet:
Mein Gott, ich bitte Dich, hilf mir zu bewahren, was ich in diesen Tagen erfahren habe,
die Freundlichkeit, die Achtsamkeit, die Nähe, die trotz Abstand möglich ist.
Gib mir ein offenes Herz für die Menschen an meiner Seite und auch für die, die weiter weg sind. Lass mich ihre Not sehen.
Zeige mir die Schritte, die wir aufeinander zugehen können.
Lass mich träumen von einer Welt, in der die Menschenfreundlichkeit überwiegt.
Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Nehmen Sie sich ein schönes Blatt Papier zur Hand und schreiben Sie auf, wovon sie träumen. Wie sieht das Leben aus, das sie gern leben möchten? Was brauchen Sie dafür? Wer lebt es mit Ihnen? Wie finden Sie dahin?
Und dann halten Sie Ihren Traum fest!

 

Einen sonnigen Tag – nicht nur äußerlich - wünsche ich Ihnen!
Ihre Pfarrerin Gundula Eichert (Laurentiusgemeinde)

 

Wort für den Tag: Mittwoch, 1.April 2020

Jesus sprach zu seinen Jüngern: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. (Johannes 16,22) 

 

 

Besinnung:
Zum 1. April begeistern sich die kleinen Kinder dafür, Freunde, Geschwister oder die Eltern „in den April zu schicken“. In Frankreich gibt es den Brauch, kunterbunte Fische zu basteln und diese unbemerkt auf den Rücken einer anderen Person zu kleben, in der Hoffnung, dass diese den Fisch erst viel später bemerkt. Haben die Kinder Glück und ihnen gelingt ihr Streich, so rufen sie „Poisson d’Avril“. Man kann auch Freunden, Bekannten oder einfach nur für sich selbst in vielen französischen Chocolateries Schokoladenfische kaufen, diese dann verschenken oder selber genießen.
Zeit, in der die Freude wiederkehrt. Freude am Leben, Freude an einem Kinderlachen oder Freude über einen wärmenden Sonnenstrahl. Es gibt genügend Gründe, auch mitten im sorgenvollen Alltag, dankbar zu sein, sich zu freuen und ein Lächeln auf seine Lippen zu zaubern, auch wenn man in diesem Jahr vielleicht keinen bunten Fisch am Rücken zu kleben hat. Vielleicht trägt man ja den Fisch, als Symbol für Christus, in seinem Herzen. Jesus sagt: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
Hoffnungsvoller kann ein Monat kaum beginnen.

 

Liedvorschlag:
Wenn Sie mögen, singen Sie heute den Choral: (EG 396,1.6)

 

Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier:
Ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange und verlangt nach dir!
Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer dir soll mir auf Erden nichts sonst lieber werden.

 

Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein. Denen, die Gott lieben, muss auch ihr Betrüben lauter Freude sein. Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide, Jesu, meine Freude.

 

Gebet:
Guter Gott, gibt mir die Leichtigkeit und die Freude zurück,
nimm mir die Sorgen und die Ängste,
sei bei allen, die täglich ihren großen Dienst am Nächsten tun,
bei den Kranken und Alten,
bei den Einsamen und Ausgegrenzten,
behüte mich und meine Angehörigen
und schenke meinem Herzen Frieden. Amen

 

Und was tun in dieser Zeit?
Kochen Sie etwas Leckeres und, egal, ob Sie allein oder mit der Familie essen, genießen Sie es!
Und wenn Sie auf Ihrem Spaziergang einem Menschen begegnen, verschenken Sie ein Lächeln!
Bleiben Sie behütet und gesund!

Ihr Pfarrer Friedhelm Kasparick

 

Wort für den Tag: Dienstag, 31. März 2020

Nehmen Sie sich wieder einen Moment Zeit. Zünden Sie, wenn Sie mögen, eine Kerze an. Diese Minuten gehören ganz Ihnen. Und Sie sind verbunden mit Gott und mit allen, die zu unseren Gemeinden gehören.

 

Wort für den Tag:
Wir sind hier nicht bei „Wünsch‘ dir was!“ – Diesen Satz habe ich noch aus Kindertagen im Ohr. Er kam Erzieherinnen und Hortnerinnen leicht über die Lippen, wenn Kinder mit ihren Bedürfnissen zu anstrengend wurden. Doch Jesus widerspricht: „Bittet, so wird euch gegeben; sucht, so werdet ihr finden; klopft an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“ Das sind seine Worte im 7. Kapitel des Matthäusevangeliums.
Wir klopfen gerade nicht an Türen, um nur ja niemanden anzustecken. Und wir haben draußen so wenig wie möglich zu suchen, um uns selbst nichts einzufangen. Und trotzdem können wir etwas empfangen. Und finden. Und Wege können sich öffnen in dieser schwierigen Zeit. Ich finde mehr Ruhe im Augenblick. Und merke erst jetzt, in welcher Hektik ich lange gelebt habe. Von dieser Ruhe möchte ich etwas behalten, auch nach Corona. Hoffentlich gelingt es! Und ich nehme manches genauer wahr. Höre Musik intensiver. Bin offener und sensibler. Und, auch das ist nicht zu verachten, ich kann Dinge im Haushalt erledigen, die schon seit Jahren gewartet haben.
Halten wir die Augen offen. Suchen wir nach den Chancen, die auch diese Zeit birgt. Wünschen wir uns ruhig etwas. Wer weiß, was Gott uns schenkt. Möge auch meine alte Hortnerin das noch erleben!

 

Lied:
Ein kleiner Kanon für Kinder – denn was Kindern hilft, tut auch Erwachsenen gut:

 

Das wünsch ich sehr, dass immer einer bei mir wär,
der lacht und spricht: „Fürchte dich nicht!“
„Durch Hohes und Tiefes“ Nr. 315)

 

Gebet:
Guter Gott, ich bitte Dich für die Kranken –
sei ihnen nahe und gib ihnen Kraft.
Ich bitte Dich für die Einsamen –
dass sie ein Gruß erreicht und dass sie etwas Gutes für sich entdecken.
Ich bitte Dich für die Sorgenvollen,
die Angst vor der Zukunft haben, die in wirtschaftliche Not geraten –
dass Du sie hältst und dass Hilfe nicht weit ist.
Ich bitte Dich auch für mich –
Du weißt was ich mir wünsche und was ich am meisten brauche.
Sei bei mir mit Deinem Segen und bei allen Menschen.
Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Wir sind bei „Wünsch‘ dir was“: Jeder in der Familie, in der WG, im Haushalt darf sich etwas wünschen – ein Lieblingsessen, ein Spiel, einen Filmabend … Und die anderen versuchen, diesen Wunsch zu erfüllen. Und wenn Sie allein leben: Spüren Sie in sich hinein. Was würde Ihnen guttun? Was würde Sie freuen? Und dann erfüllen Sie sich diesen Wunsch!

 

Einen schönen Dienstag wünsche ich Ihnen!
Ihr Pfarrer Christoph Eichert

 

Wort für den Tag: Montag, den 30.03.2020

Jesus sagt heute im Tagesevangelium zu mir: Wenn du ohne Sünde bist, dann wirf als Erster einen Stein.
(Johannesevangelium, Kapitel 8, Verse 1-11)

 

Wort für den Tag:
Wie schnell bin ich dabei, andere zu verurteilen. Gerade in diesen Zeiten scheint es sogar erlaubt zu sein. Mit Einschränkungen in fast allen Lebensbereichen müssen alle zurechtkommen.
Durch das enge Beieinandersein in den oft viel zu kleinen Wohnungen nehmen wir uns die Luft. Wir schieben uns in den Vordergrund und sagen: „Das was ich gerade mache, ist wichtiger.“ So manche gute Erziehung wird dabei vergessen.
Doch für jede Situation gibt es einen Ausweg. Ich habe diesen eben nur noch nicht entdeckt.
Also überlege ich neu, menschlicher, liebevoller. An dieser Stelle hilft mir der Ausspruch von Papst Johannes XXIII. der da heißt: Johannes, nimm dich nicht so wichtig.

 

Mein Liedvorschlag für heute ist im Gotteslob 474 zu finden.

  1. Wenn wir das Leben teilen wie das täglich Brot,
    Wenn alle, die uns sehen, wissen: Hier lebt Gott:

    Refrain: Jesus Christ, Feuer, das die Nacht erhellt, Jesus Christ, Du erneuerst unsre Welt.
  2. Wenn wir das Blut des Lebens teilen wie den Wein,
    Wenn man erkennt: In uns wird Gott lebendig sein.
  3. Wenn wir uns öffnen für den Herrn in dieser Zeit,
    Wege ihm bahnen, dass er kommt und uns befreit.
  4. Strophe nicht im GL
    Wenn erst durch unsern Aufschrei Freiheit sichtbar wird,
    Wenn Gott es ist, der uns in unserm Handeln führt.
  5. Wenn wir die Liebe leben, die den Tod bezwingt,
    glauben an Gottes Reich, das neues Leben bringt.

  6. Wenn wir in unsern Liedern loben Jesus Christ,
    der für uns Menschen starb und auferstanden ist.

 

Gebet
Gib mir Mut, Herr, dass ich Gedanken der Versöhnung habe.
Schenke mir Kraft, Herr, damit ich barmherzig handle.
Lehre mich Sanftmut, Herr, damit ich die Menschen liebe.
Denn Du, Gott, bist der Geber aller guten Gaben.
Du bist die Liebe, heute und alle Tage meines Lebens. Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Gehen Sie mal spazieren und sehen sich die aufblühende Welt an. Und vielleicht können Sie nebenbei überlegen, womit Sie den Menschen in Ihrer unmittelbaren Umgebung etwas geben können!
Schon der gesagte Satz „Du bist mir wichtig! Ohne Dich kann ich weniger schaffen!“ macht viel aus.

 

Ich wünsche Ihnen einen bewusst erlebten Tag! Gemeindereferent Johannes Knackstedt

 

Wort für den Tag: 5. Fastensonntag, 29. März 2020

Die letzten Tage und Wochen sind von großen Unsicherheiten geprägt. Jeden Tag gibt es neue Informationen und Anordnungen, wie wir uns zu verhalten haben, wie es weiter gehen kann. Da ist es oft gar nicht so einfach die Hoffnung im Blick zu behalten und an die Liebe Gottes zu glauben. 

Vielleicht hilft es uns, ganz besonders an diesem Sonntag den Blick auf die Auferweckung des Lazarus zu richten und das Durcheinander der Welt mit hineinzunehmen.
Welche Hoffnungen habe ich? Was oder wer hilft mir, die Hoffnung nicht zu verlieren?


Lesung: Als Jesus zum Grab kam, wurde er von Neuem tief bewegt. Das Grab war in einen Felsen gehauen und mit einem großen Stein verschlossen. „Hebt den Stein weg!“, befahl Jesus. Aber Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagte: „Herr, er ist schon vier Tage tot! Der Geruch wird unerträglich sein!“
„Habe ich dir nicht gesagt,“ entgegnete ihr Jesus, „dass du die Macht und die Herrlichkeit Gottes erleben wirst, wenn du wirklich glaubst?“
Nachdem sie den Stein weggeschoben hatten, sah Jesus zum Himmel auf und betete: „Vater, ich danke dir, dass du mein Gebet erhört hast! Ich weiß, dass du mich immer erhörst, aber ich sage es wegen der vielen Menschen, die hier stehen. Sie sollen alles miterleben und glauben, dass du mich gesandt hast.“
Dann rief er laut: „Lazarus, komm heraus!“ Und Lazarus kam heraus. (Joh 11,38-44)
• Wie fest ist mein Glaube an Gott?
• Spüre ich seine Hoffnung auch in schweren Zeiten?
• Wo habe ich erlebt oder tue es immer wieder, dass etwas Neues aufbricht?

 

Lied:
Vielleicht tut es Ihnen gut, folgendes Lied zu singen oder zu beten (GL 472):

  1. Manchmal feiern wir mitten am Tag ein Fest der Auferstehung.
    Stunden werden eingeschmolzen und ein Glück ist da.
  2. Manchmal feiern wir mitten im Wort ein Fest der Auferstehung.
    Sätze werden aufgebrochen und ein Lied ist da.
  3. Manchmal feiern wir mitten im Streit ein Fest der Auferstehung.
    Waffen werden umgeschmiedet und ein Friede ist da.
  4. Manchmal feiern wir mitten im Tun ein Fest der Auferstehung.
    Sperren werden übersprungen und ein Geist ist da.

 

Gebet:
Gott, des Lebens, manche Dinge, die wir in der frohen Botschaft hören und lesen, sind schwer zu verstehen. Doch du sorgst immer wieder für Menschen, die uns helfen, deine Worte zu verstehen und die Hoffnung nicht zu verlieren – vor allem durch die Begegnung mit deinem Sohn, Jesus Christus. Er hat Lazarus aus dem Tod geholt und damit uns Menschen gezeigt, dass du das Leben willst. Öffne unsere Herzen, öffne unsere Ohren. Lass uns deine Botschaft neu hören und daraus Hoffnung schöpfen. Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Wem können Sie heute ein Stückchen Hoffnung schenken – durch ein gutes Wort, eine wohltuende Geste, ein Licht…?


Einen gesegneten Sonntag und bleiben Sie behütet! Ihre Elisabeth Wanka (Gemeindereferentin)

 

Wort für den Tag: 28. März 2020

Immer ist die wichtigste Stunde die gegenwärtige. Meister Eckhart

 

Wort für den Tag
Aus unserem Alltag sind wir es gewohnt, weit im Voraus zu denken und zu planen. Im Moment ist das aber schwierig – niemand weiß, wie alles werden wird. Worauf ist jetzt noch Verlass?
Versuchen wir doch mal, eine andere Perspektive einzunehmen - und jeden Moment sehr bewusst wahrzunehmen: in unserem täglichen Umgang miteinander, in unseren Gewohnheiten, in dem, was unseren Alltag am Laufen hält, in kleinen Zeichen und Signalen, die wir sonst übersehen. Vielleicht entdecken wir nichts Besonderes darin - vielleicht aber auch Entscheidendes.
Paulus schreibt in seinem zweiten Brief an die Korinther: „Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“ Freundlichkeit und Güte zu erfahren, Licht und Hoffnung auszustrahlen, dafür braucht es keine Feiertage, keine Planung, nicht die große Geste. Für Paulus sind es eher die Momente der Verzweiflung und der Ungewissheit, wo es gilt: sich dann ergreifen zu lassen vom österlichen Licht, damit es in uns und um uns hell wird.
Ob es uns gelingt, den Moment zu leben, als wäre schon Ostern?

 

Lied
Ein Lied für den Moment: „Gott ist gegenwärtig“ (EG 165,1+6)

 

1) Gott ist gegenwärtig. Lasset uns anbeten und in Ehrfurcht vor ihn treten.
Gott ist in der Mitte. Alles in uns schweige und sich innigst vor ihm beuge.
Wer ihn kennt, wer ihn nennt, schlag die Augen nieder; kommt, ergebt euch wieder.

 

6) Du durchdringest alles; lass dein schönstes Lichte, Herr, berühren mein Gesichte.
Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten,
lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.

 

Gebet
Gott, lass uns wach werden für den Moment, der zählt: für einen aufmerksamen Blick, für ein liebes Wort, für eine gute Geste.
Mach uns bewusst, dass wir von Ostern her leben - gerade dann, wenn es dunkel ist.
Schenke uns Freude und Gelassenheit im Alltag.
Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Versuchen wir heute, alles sehr bewusst zu tun – ohne jede Eile, aber mit Freundlichkeit.

 

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Tag. Ihr Pfarrer Sven Hanson, Mitteldeutsches Bibelwerk

 

Wort für den Tag: Freitag, 27. März

Psalm 31,6
In deine Hände befehle ich meinen Geist, HERR, du treuer Gott.

 

Wort für den Tag

Eigentlich wollte ich Ihnen heute ganz was anderes schreiben. Doch dann las ich von einem Motorrad, das durch Wolken fährt, gesteuert von dem 72-jährigen italienischen Priester Giuseppe Berardelli. Ein Nachruf in der Regionalzeitung „Araberara“ berichtet, wie der Priester in seiner Gemeinde gewirkt hat. Dass er immer für seine Gemeindeglieder da war, zugewandt, freundlich und mitfühlend. Berardelli hatte sich infiziert. Das Beatmungsgerät vertrug er nicht. Das Gerät konnte vor etlichen Tagen einem jüngeren mit dem Covid-19-Virus infizierten Menschen gegeben werden. Am 16. März ist der Priester im Krankenhaus in Lovere in der Provinz Bergamo gestorben. Seither erzählen sich die Menschen wundervolle Geschichten über ihren Priester. Weil sie ihn liebten und sich von ihm geliebt fühlten. Weil sie für möglich halten, dass er alles aus Gottes Händen genommen hat. Dass er nicht verzweifelt darum gekämpft hat, eine lebenserhaltende Maßnahme zu bekommen, die ihm nichts mehr nützt. Weil sie, die in einer der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Regionen leben,  solche Hoffnungsgeschichten brauchen. 
Mich bewegt dabei der Gedanke, dass Giuseppe Berardelli vielleicht genau mit diesem Vertrauen auf Gott alle seine Wege gegangen ist, auch seinen letzten:  
In deine Hände befehle ich meinen Geist, HERR, du treuer Gott.
Und das wünsche ich mir für mich und für Sie und für alle in dieser wirren Zeit: Dass wir Tag für Tag aus Gottes Frieden Mut schöpfen, das hinzunehmen, auf das wir keinen Einfluss haben.  Und  Kraft für das, was wir tun können.

 

Lied:
Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht; es hat Hoffnung und Zukunft gebracht; es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

Gebet:
Gott, manchmal habe ich das Gefühl, dass diese Pandemie mich wie eine riesige Welle überspült und ins Bodenlose reißt. Ich bitte dich, lass dich spüren. Schenke mir Mut, der sich dem Unberechenbaren entgegenstellt. Mach mich frei, jeden Tag in deinem Geist zu leben. Lass mich jeden Tag ein wenig froh sein, und wenn es auch nur die Vorstellung von einem in den Wolken Motorrad fahrenden Priester ist. Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Lesen Sie doch mal den ganzen Psalm 31. Ruhig auch laut. Machen Sie eine Pause, wenn Ihnen etwas besonders gut gefällt oder wenn Sie etwas nicht verstehen. Wiederholen Sie diese Stellen. Erinnern Sie sich an Lebenssituationen, die diesen Textstellen entsprechen?

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den Frieden Gottes an jedem Tag ein wenig oder auch ganz viel spüren!
Simone Carstens-Kant, Pfarrerin an der Marktkirche

-> Und wenn Sie den Zeitungsartikel nachlesen wollen, hier ist der Link: https://www.araberara.it/don-giuseppe-berardelli-morto-sul-campo-da-prete-ha-rinunciato-al-respiratore-per-donarlo-a-uno-piu-giovane/26523/

 

Wort für den Tag: Donnerstag, 26. März 2020

Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß.
Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen.
(Klagelieder 3,22-24)


Wort für den Tag:
Jeder neue Tag hat etwas Ungewisses, besonders in dieser Zeit. Was wird heute passieren – mit mir und mit anderen? Welche Nachrichten werden heute im Vordergrund stehen? Sicher wird es heute schwer erträgliche oder bittere Momente für mich geben. Aber sicher werde ich heute auch Schönes und Bestärkendes erleben. Ich weiß nicht, was heute auf mich zukommen wird. Ich kann es schwer aushalten, unsicher zu sein. Aber auch in der Verunsicherung steht das Wort Gottes. Und das ist gewiss. Es steht da, treu und fest: „… seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu …“. Gott ist da und weiß, wie es mir heute geht.
Darauf kann ich mich jeden Tag verlassen!

 

Lied:
Singen Sie voller Vertrauen EG 440!

 

All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu;
sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag.

 

O Gott, du schöner Morgenstern, gib uns, was wir von dir begehrn:
Zünd deine Lichter in uns an, lass uns an Gnad kein Mangel han.

 

Treib aus, o Licht, all Finsternis, behüt uns, Herr, vor Ärgernis,
vor Blindheit und vor aller Schand und reich uns Tag und Nacht dein Hand,

 

zu wandeln als am lichten Tag, damit, was immer sich zutrag,
wir stehn im Glauben bis ans End und bleiben von dir ungetrennt.

 

Gebet:
Treuer Gott,
ich danke Dir, dass Du mich in der vergangenen Nacht bewahrt hast.
Dieser neue Tag ist noch ungewiss und ich weiß nicht, was auf mich zukommen wird.
Du weißt, was mich so unsicher macht, Gott.
Ich bitte Dich darum, dass Du heute und an jedem neuen Tag an meiner Seite stehst.
Lass mich das spüren durch Deinen Sohn Jesus Christus.
Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Jeder neue Tag hat etwas Ungewisses. Das können auch schöne Überraschungen sein. Planen Sie eine Überraschung für einen Menschen, der Ihnen heute besonders am Herzen liegt.
Und vielleicht erleben Sie dabei sogar selbst eine schöne Überraschung. Berichten Sie am Ende des Tages jemandem davon.

 

Gott befohlen!
Ihre Katrin Mang (Vikarin)

 

Wort für den Tag: Fest Verkündigung des Herrn, 25. März 2020

Was wird noch alles kommen? Wie werden wir das alles überstehen? Gedanken kreisen; Sorgen belagern das Herz, engen die Seele ein. Halten Sie einen Moment inne. Zünden Sie eine Kerze an und lauschen Sie auf Ihren Atem. Er kommt und geht. Nehmen Sie sich Zeit – eine Viertelstunde Zeit, um Gott Raum zu geben.


Lesung: Der Engel des Herrn trat bei Maria ein und sagte: „Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben.“ (Lk 1,30f)
Neun Monate vor Weihnachten erinnert uns das Lukasevangelium an die Verkündigung der Geburt Jesu. Gott wird Mensch. Wer Gott begegnen will, findet ihn in den Mitmenschen – auch und gerade in diesen Tagen. Wir sind nicht von Gott verlassen, sondern von ihm herausgefordert. ER mutet uns diese Tage zu, damit wir füreinander zu Boten Gottes werden, zu Mitmenschen, die sich als Nächste erweisen für jene, die jetzt in Not sind. „Fürchte dich nicht!“ Auch du, auch ich – jede und jeder von uns – hat bei Gott Gnade gefunden. Wir können Engel Gottes sein, wenn wir auf Gottes Wegen mitmenschlich füreinander da sind – gerade heute, gerade jetzt.
„Welcher Engel wird uns zeigen, wie das Leben zu bestehn?
Welcher Engel schenkt uns Augen, die im Keim die Frucht schon sehn?
Wirst du für mich, werd ich für dich – der Engel sein?
Welcher Engel öffnet Ohren, die Geheimnisse verstehn?
Welcher Engel leiht uns Flügel, unsern Himmel einzusehn?
Wirst du für mich, werd ich für dich der Engel sein?“ (Wilhelm Willms)

 

Lied:
Vielleicht ermutigt es Sie, wenn sie das folgende Lied singen oder beten: (EG 395 oder GL 807)

 

Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist,
weil Leben heißt sich regen, weil Leben wandern heißt.
Seit leuchtend Gottes Botten am hohen Himmel stand,
sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land.

 

Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit!
Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid.
Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht,
der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht.

 

Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!
ER selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land.
Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit.
Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.

 

Gebet:
Unbegreiflicher Gott, du gehst uns unter die Haut, wirst ein Mensch wie jeder von uns.
Zeige uns, wo wir heute Deine Botinnen und Boten sein können, und lehre uns am Beispiel Jesu, was es heißt Mensch zu sein nach Deinem Bild und Gleichnis.
Darum bitten wir durch ihn, Jesus, unseren Bruder, der uns liebt in Zeit und Ewigkeit. Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Überlege, für wen Du Botin, Bote Gottes sein kannst. Wer braucht mich gerade jetzt? Wem kann ich mit einem Lächeln sagen: schön, dass es Dich gibt; gut, dass Du da bist?

 

Einen gesegneten Tag und Kraft auf Gottes Wegen wünsche ich Ihnen! Ihr Pfarrer Magnus Koschig

 

Wort für den Tag: Dienstag, 24. März 2020

 

Beten hilft. Nicht, weil dann plötzlich alles gut ist. Aber man wird ruhiger innerlich, findet Klarheit und kann gestärkt in den Tag gehen. Zünden Sie, wenn Sie mögen, eine Kerze an. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit. Seien Sie verbunden mit Gott und mit allen, die zu unseren Gemeinden gehören.

 

Wort für den Tag:

Als mein Mann und ich am Sonntag nach einem langen Spaziergang die Laurentiuskirche wieder zuschließen wollten – sie war den ganzen Tag geöffnet gewesen – haben wir die Kerzen entdeckt, die Menschen über den Tag angezündet hatten. Sie leuchteten still und strahlten Frieden aus. Menschen hatten also die Kirche aufgesucht. Sie haben an andere gedacht und gebetet. Das entspricht dem Bibelwort, das für heute ausgesucht worden ist. Im Kolosserbrief heißt es: „Darum lassen auch wir nicht ab, für euch zu beten und zu bitten.“ (Kol 1,9)

Immer noch haben wir den Höhepunkt dieser furchtbaren Krise nicht erreicht. Das Leiden nimmt täglich zu. Vor allem die ärmeren Länder sind so schlimm betroffen.  Die Bilder, die wir zu sehen bekommen, sind bedrückend.

Deshalb lasst uns intensiv an sie denken, an die Menschen in Italien, Südamerika und Osteuropa, und an die Menschen in den Pflegeheimen unserer Stadt und darüber hinaus, an die Jugendlichen, die sich eingesperrt fühlen und nicht wissen, wohin mit ihrer Zeit, an die Mütter und Väter, die viel Phantasie und Geduld brauchen, um ihre Kinder bei Laune zu halten. Lasst uns denken an die, die krank geworden sind und noch nicht wissen, wie schwer die Krankheit für sie wird. Lasst uns auch denken an die Sterbenden. Und lasst uns beten!

Ich glaube, Gott hört uns. Er ist bei uns in dieser schweren Zeit. Er reicht uns seine Hand. Mir gibt das Halt und Geborgenheit.

 

Lied:

Davon spricht auch dieses Lied: EG 365, 1+3

 

1. Von Gott will ich nicht lassen, denn er lässt nicht von mir, führt mich durch alle Straßen, da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Hand, den Abend und den Morgen tut er ich wohl versorgen, wo ich auch sei im Land.

 

3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit; es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn er-geben; er schaff's, wie's ihm gefällt!

 

Gebet:           

Barmherziger Gott, ich bitte Dich, sei und bleibe bei uns.

Gib uns ein offenes Herz für das Leiden in unserer Welt.

Lass uns die Hoffnung nicht verlieren,

dass wir miteinander diese schwere Zeit überstehen werden.

Gib uns deinen Frieden. Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?

Wie wäre es, wenn Sie einen Freund, eine Bekannte, einen Verwandten anrufen, vom dem Sie schon lange nichts mehr gehört haben. Wie geht es ihm? Wie kommt sie durch diese Zeit?

Gute Gespräche wünsche ich Ihnen!

 

Gott behüte Sie!

Ihre Pfarrerin Gundula Eichert

 

Wort für den Tag: Montag, der 23.3.2020

Losung: Gott hat sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat viel Gutes getan und euch vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, hat euch ernährt und eure Herzen mit Freude erfüllt. (Apostelgeschichte 14,17)

 

Wort für den Tag:

Vielleicht sagen Sie heute: Es ist Montag und ich muss nicht zur Arbeit. Ich kann „home-office“ machen oder Dinge tun, für die ich sonst keine Zeit habe. Aufräumen und Fensterputzen zum Beispiel oder Klavier üben, Briefe schreiben und mal wieder ein Buch lesen oder mit den Kindern spielen, mit den Verwandten skypen oder jemanden anrufen und ihn fragen, wie es ihm geht und ob er Hilfe braucht. Lauter schöne Dinge, die mir und anderen guttun.
Meine Oma pflegte oft zu sagen: „Wat den eenen sin Uhl, is den annern sin Nachtigall ...“
Für den einen können die Einschränkungen im öffentlichen Leben eine Einschränkung der Freiheit bedeuten. Für andere dagegen eröffnen diese Maßnahmen neue Freiheiten. Versuchen Sie, in allem, was Sie heute erleben, auch das Gute zu entdecken, das Gott Ihnen schenkt.

 

Lied

Mein Liedvorschlag für heute ist: Singt das Lied der Freude EG 306 (Psalm148)

 

Singt das Lied der Freude, der Freude über Gott!
Lobt ihn laut , der euch erschaffen hat.
1. Preist ihn, helle Sterne, lobt ihn Sonne, Mond,
auch im Weltall ferne seine Ehre wohnt.
2. Preist ihn, ihr Gewitter, Hagel, Schnee und Wind,
lobt ihn, alle Tiere, die auf Erden sind.
3. Stimmt mit ein, ihr Menschen, preist ihn Groß und Klein,
seine Hoheit rühmen soll ein Fest euch sein.
4. Er wird Kraft uns geben, Glanz und Licht wird sein.
in das dunkle Leben leuchtet hell sein Schein.

 

Gebet
Schenke mir Freude und Ruhe, Herr,
damit ich Kraft schöpfen kann
für die kommenden Dinge,
für die Zeiten der Not,
für den Dienst am Nächsten.
Behüte du mich am heutigen Tag
und sei bei allen Kranken und bei denen,
deren Herz voller Kummer ist. Amen

 

Und was tun mit der freien Zeit?

Überlegen Sie, was Sie schon lange machen wollten und dafür bisher keine Zeit gefunden haben und tun Sie, was Ihre Herzen mit Freude erfüllt.

 

Ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag! Ihr Pfarrer Friedhelm Kasparick

 

 

Wort für den Tag: Sonntag Laetare, 22. März 2020

Beten hilft. Nicht, weil dann plötzlich alles gut ist. Aber man wird ruhiger innerlich, findet Klarheit und kann gestärkt in den Tag gehen. Zünden Sie, wenn Sie möchten, eine Kerze an. Nehmen Sie sich eine Viertelstunde Zeit. Seien Sie verbunden mit Gott und mit allen, die zu unseren Gemeinden gehören.

 

Wort für den Tag:
„Laetare“ heißt der heutige Sonntag. „Freut euch!“ Doch wie soll das gehen, sich freuen in diesen Zeiten? Gerade nehmen die Sorgen überhand. Die vielen Einschränkungen, die einem zu schaffen machen – manche bangen um ihre wirtschaftliche Existenz, viele um ihre Gesundheit, manch einer fühlt sich wie eingesperrt.
Man muss es ja nicht so vollmundig angehen. Man muss nicht gleich überschäumen vor Freude. Aber ich habe mir vorgenommen für heute, das zu sehen, was gut ist. Woran ich mich trotz allem freuen kann. Zugegeben, das Toilettenpapier wird knapp. Aber die Bäcker haben Brot im Überfluss! Und meinen Lieben geht es gut. Und ich selbst bin auch gesund. Und ich bin mit Menschen im Kontakt, über Telefon und Internet, auch wenn ich räumlich Abstand halten muss. Und Gott ist da. Auch jetzt. Gerade jetzt. „Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.“ – Dieses liebevolle Wort aus Jesaja 66, 13 ist heute Predigttext.
Man muss es ja nicht so vollmundig angehen. Und man muss um Gottes willen nichts schön-reden. Aber das Schöne sehen und sich daran freuen, das geht auch heute. Versuchen wir es!

 

Lied:
Vielleicht haben Sie auch Freude an Ihrer Stimme? Dann stimmen Sie mit ein (EG 302, 1+6)!

 

Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön
Dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn.
Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd;
Ich will ihn herzlich loben, solang ich leben werd.

 

Er ist das Licht der Blinden, erleuchtet ihr Gesicht,
und die sich schwach befinden, die stellt er aufgericht‘.
Er liebet alle Frommen, und die ihm günstig sind,
die finden, wenn sie kommen, an ihm den besten Freund.

 

Gebet:
Guter Gott, ich bitte Dich für alle, die sich nicht freuen können:
Sei bei den Kranken, dass sie den Mut nicht verlieren.
Sei bei den Sorgenvollen, dass sie Zuversicht finden.
Zeige allen, die nicht weiterwissen, einen guten Weg.
Guter Gott, ich bitte Dich auch für mich.
Dein Segen sei mit mir und mit allen Menschen.
Amen.

 

Und was tun mit der freien Zeit?
Das Wetter soll schön werden. Wie wäre es mit einem Spaziergang? Am besten mit weit geöffneten Sinnen: Welche Vögel höre ich? Welche Bäume und Sträucher und Blumen blühen schon? Und kann ich den Wind und die Sonne spüren?

 

Einen gesegneten Sonntag wünsche ich Ihnen!
Ihr Pfarrer Christoph Eichert